Pinkafeld: Der Glanz der Freiluftbühne. Mehr Platz für Kunst und Kultur wünscht sich die ÖVP in der Stadt und hat deshalb eine besondere Initiative gestartet, die den Park als zentralen Ausgangspunkt beinhaltet.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 06. März 2021 (05:26)

Ein Konzert im Grünen, eine Theateraufführung unter freiem Himmel – das und noch viel mehr möchte die Stadt-ÖVP mit ihrer neuen Initiative „Kultur im Park“ möglich machen.

Vom „Kultur-Picknick“ bis zum Theaterabend

„Das Kulturleben wird in Pinkafeld seit Jahren stiefmütterlich behandelt. Es gibt die eine oder andere private Initiative und manche Vereinsaktivitäten. Das war es aber dann auch schon“, erzählt Vizebürgermeister Andreas Stumpf über das Kunst-Angebot in der Stadt. „Ein Grund dafür ist unter anderem ein fehlender Platz für Kulturveranstaltungen. Wir wollen das ändern und setzen uns für die Möglichkeit von Freiluft-Veranstaltungen im Schlosspark ein.“ Der Park bei der Mittelschule soll demnach nachhaltig und ökologisch durchdacht genutzt werden. „In Pinkafeld und der näheren Umgebung gibt es interessante KünstlerInnen, denen eine gute Bühne geboten werden soll. Kultur tut der Seele gut und soll auch die Bevölkerung wieder enger zusammenführen“, ist sich Stumpf sicher. In Planung sind dabei „Kultur Picknicks“, Musik und Theater Veranstaltungen und spezielle Angebote für Kinder und Familien. „Wie wichtig für uns die Kultur und kulturelle Veranstaltungen sind, haben wir gerade jetzt im vergangenen Jahr gemerkt. Kultur ist der Herzschlag unserer Gesellschaft. Das macht uns aus. Deshalb wollen wir das kulturelle Leben in Pinkafeld fördern“, ergänzt Stadträtin Patrizia De Lellis-Mejatsch. Dabei soll aber auch auf die Natur Rücksicht genommen werden: „Wir werden darauf achten, dass möglichst wenig Boden versiegelt wird, und das auch die Themen Sport und nachhaltige Landwirtschaft im Park sollen weiter entwickelt werden“, betont Landtagsabgeordnete Carina Laschober-Luif.

Künstler aus der Region wünschen sich Platz

Auch die Kunst- und Kulturschaffenden aus der Region sehen einen hohen Bedarf an bespielbarer Fläche. „Es ist jede Initiative absolut zu begrüßen, es kann nur ein Anfang und ein Anstoß sein“, meint dazu Kulturmanager Günter Schütter. „Es gehört der öffentliche Raum mehr bespielt. Es muss mehr vernünftige Auftrittsmöglichkeiten geben. Im Endeffekt sollte man über Parteigrenzen hinwegdenken und es muss sich in Pinkafeld in nächster Zeit etwas tun, in den letzten 20 Jahren ist nichts passiert.“ Auch die Künstlerin Andrea Ochsenhofer hat konkrete Vorstellungen: „Ich wünsche mir ein Gebäude mit weißen Wänden, damit man eine Galerie machen kann, eine Mehrzweckgeschichte, ein weißer Cubus wäre dort sehr schön. Der nächste Wunsch wäre eine Freiluftbühne, die auch innen bespielbar ist, die Platz für Konzerte und Theateraufführungen bietet. Der Mensch braucht die Kunst und die Kunst braucht den Menschen.“ Eventmanager Patrick Zapfel hat dazu schon einige Ideen: „Gerade jetzt in der Zeit nach den vielen Lock-downs wäre eine Plattform für junge Kunstschaffende sehr wünschenswert. Wir wollten im vorigen Jahr im Innenhof der Berufsschule einen Kultursommer veranstalten, das war aufgrund von Corona leider nicht möglich. Ich bin selbst in der Eventbranche tätig und habe viele Ideen und Erfahrung, die hier einfließen könnten.“