Renate Habetler lässt den Vize-Posten "rotieren". Renate Habetler lässt den Ortsvorstehern mehr Entscheidungskraft. Sie dürfen abwechselnd Vizebürgermeister sein.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 26. September 2019 (03:37)
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Brachte der Mannschaft Glück. Neo-Vizebürgermeister Wilhelm Böhm (am Ball) beim Ankick der SPG Edelserpentin, die aktuell Tabellenführer in der 2. Liga Süd ist.
Habetler

Die Großgemeinde hebt sich wohl auch in diesem Punkt von vielen anderen Dörfern und Städten ab. In Bernstein wechseln sich die Vizebürgermeister nach 18 oder 20 Monaten ab. Es kommen alle Ortsvorsteher der einzelnen Ortsteile zum Zug. „Eine Bürgermeisterin muss etwas von den Bürgermeistern unterscheiden“, scherzte Renate Habetler im Gespräch mit der BVZ.

Böhm wird am Freitag von Nemeth angelobt

Für sie und auch ihre Gemeinderäte und Ortsvorsteher ist es eine Wertschätzung gegenüber den Ortsteilen. „Alle empfinden diese Sache positiv. Jeder bekommt Einblick und kennt sich so auch bei uns aus.“ Nachdem Gerhard Böhm (Ortsvorsteher aus Rettenbach) 18 Monate als Vizebürgermeister im Gemeinderat saß, kommt Willi Böhm aus Redlschlag an die Reihe, nach 18 Monaten wechselt der Vizebürgermeistersessel an Thomas Baldauf (Ortsteile Stuben und Kalteneck), der dann 20 Monate als Vizebürgermeister fungiert.

Willi Böhm wird am kommenden Freitag in der Bezirkshauptmannschaft Oberwart von Bezirkshauptmann Helmut Nemeth offiziell angelobt. In der Gemeinde selbst, wurde Böhm nur von seiner SPÖ (14 Gemeinderäte) gewählt, die ÖVP (6) und FPÖ (3) stimmten nicht für ihn.

Für Willi Böhm ändert sich als Vizebürgermeister nicht viel. „Einzig, dass ich nun nicht nur für Redlschlag, sondern auch für alle anderen Ortsteile zuständig bin. Als Ortsvorsteher hat man oft einen eingeschränkten Blick, das fällt jetzt weg.“ Böhm wird seine vollste Kraft in die Großgemeinde legen. „Ich werde in Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Renate Habetler die geplanten Vorhaben nach bestem Wissen und Gewissen umsetzen.“