33 Jahre Fotoklub Panoptikum Oberschützen

Von Analog zu Digital in drei Jahrzehnten. Der Fotoklub Panoptikum Oberschützen ist nach wie vor der einzige im Bezirk.

Erstellt am 12. April 2020 | 05:26
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Ja, diese illustre Runde kann, sollte ein digitaler Supercrash kommen, dennoch Fotos entwickeln, denn mit der Dunkelkammer kennen sich die Mitglieder des Fotoklubs Panoptikum bestens aus. Selbstverständlich auch mit der richtigen Belichtungszeit und überhaupt. Was ein gutes Foto ausmacht, liegt am Ende immer im Auge des Betrachters, derer es, zählt man alle Mitglieder zusammen, im Klub selbst gleich 17 Augenpaare gibt.

1987 gegründet, beschäftigen sich die passionierten Hobbyfotografen seit nunmehr 33 Jahren mit der Fotografie und allem, was dazugehört. „Unser heutiger Klubraum war früher ein Abstellkammerl im Kulturzentrum und bevor du in Zeiten der analogen Fotografie den Auslöser betätigt hast, wurde dreimal überlegt, schließlich waren Film und Entwicklung ein sehr teures Hobby“, erinnert sich Obfrau Monika Richter, ehemalige Landesmeisterin in der Fotografie. Digital fotografiert es sich heute freilich leichter, was der Passion der Panoptikum-Mitglieder aber keinen Abbruch tut.

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„Fotos werden bei Treffen in der Gruppe diskutiert, man tauscht sich hinsichtlich der Technik aus und Photoshop ist natürlich ein großes Thema. Die Digitalisierung macht vieles einfacher. Heute schau ich mir YouTube Videos an, wenn ich im Photoshop nicht weiter weiß“, sagt der Oberschützener Gerhard Posch, der in seiner Heimatgemeinde der Erste war, der Farbfilme selbst entwickelt hat. „Die Arbeit im Fotolabor war anstrengend, aber unglaublich spannend. Das fehlt mir schon auch.“

Goldener Schnitt im Klub erreicht

37 Ausstellungen hat der Klub bereits organisiert. Dazu gibt es ein jährliches Programm und Themenvorgaben, zu denen fotografiert wird. Und während der Goldene Schnitt bei der Fotografie zwar erstrebenswert sei, so ist dieser, unter den Mitgliedern selbst, etwas, das man gerne ändern würde: „Der Jüngste in der Gruppe ist 42 Jahre alt. Wenn ein paar neue, junge Mitglieder nachkommen würden, wäre das toll“, wünscht sich Anton Dirnberger, leidenschaftlicher Reisefotograf und fügt lachend an „Wir waren hier im Bezirk die Ersten, die erlebt haben wie Bilder auf einen Computer transportiert wurden. Das war in den 1980ern, also eigentlich noch gar nicht so lange her.“ Auf die Frage nach dem perfekten Foto, wird in der Gruppe erst eifrig diskutiert, bis am Ende folgende Antwort kommt: „Wenn es mir beim vierten Mal hinsehen noch immer gefällt, dann wird es wohl ein gutes Foto sein.“ Punkt.