Vorsorge für Krisen- und Katastrophenfall. Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz stellte im Vereinslokal Günseck (Großgemeinde Unterkohlstätten) das Projekt "Blackout-Sicherheitsinsel" des Landes für die Sicherheit im Krisen- und Katastrophenfall vor.

Von Redaktion Oberwart. Erstellt am 18. Dezember 2019 (08:36)
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Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Kinelly, Bürgermeister Christian Pinzker, Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, ABI Hans Hettlinger und Ortsfeuerwehrkommandant Sigi Klein (v.l.) vor einem Dieselaggregat.
Landesmedienservice/Daniel Fenz

Länger anhaltende Stromausfälle, sogenannte "Blackouts" werden im technologischen Zeitalter immer wahrscheinlicher. Um die allgemeine Sicherheit in Ausnahmesituationen gewährleisten zu können, wurde in jeweils einem Gebäude jeder Gemeinde des Burgenlandes eine "Blackout-Sicherheitsinsel" eingerichtet. Eine davon befindet sich im Vereinshaus Günseck (alte Volksschule). Heute, Montag, besuchte er diese gemeinsam mit Bürgermeister Christian Pinzker, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Kinelly und dem Ortsfeuerwehrkommandanten OBI Siegfried Klein.

"Um für den Krisen- und Katastrophenfall bestens gerüstet zu sein, ist es entscheidend, bereits vor einem tatsächlichen Ereignis die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheitsinseln sind ein Teil einer Reihe von Maßnahmen, die in Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen und Behörden auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene getroffen werden, um derartige Ereignisse bestmöglich zu bewältigen und der Bevölkerung im Ernstfall sofort Hilfe anbieten zu können", erklärte der Landeshauptmann-Stellvertreter beim Besuch des Ortsteiles der Gemeinde Unterkohlstätten.

Die Initiative von Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz wird in enger Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und der Landessicherheitszentrale Burgenland umgesetzt. Diese Initiative hat das Ziel, dass im Krisen- und Katastrophenfall (zum Beispiel bei längerfristigen Stromausfällen - sogenannten "Blackouts") das örtliche Feuerwehrhaus als erste Anlaufstelle für eine Erstversorgung der Bevölkerung dienen soll.

ABI Hans Hettlinger, Ortsfeuerwehrkommandant Sigi Klein, Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, Bürgermeister Christian Pinzker und Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Kinelly (v.l.) vor einem Notstromaggregat.
Landesmedienservice/Daniel Fenz

In den Sicherheitsinseln erwartet die Bevölkerung eine Notstromversorgung, Versorgung mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, ärztliche Versorgung, Kommunikationsmöglichkeiten mit der Leitstelle der Landessicherheitszentrale Burgenland und den Einsatzorganisationen wie Rettung, Feuerwehr und Polizei.

Vertreter der Gemeinden begrüßen die Initiative und betonen die Wichtigkeit einer derartigen Einrichtung für den Fall einer Krise oder Katastrophe.

Bürgermeister Christian Pinzker sagte dazu: "Wir setzen als Gemeinde auf Information in der Bevölkerung, um Panikmache zu vermeiden. Wir sind aktuell damit betraut, das Gemeindeamt Unterkohlstätten krisensicher zu machen. Zusätzlich bereiten wir uns als Gemeinde mit der Ortsfeuerwehr von Günseck auf ein mögliches Blackout vor. Wichtig ist, dass die Bevölkerung informiert wird und bei einem möglichen Blackout die Feuerwehr in Ruhe arbeiten kann. Unsere Gemeinde ist schon sehr weit, um gut Vorsorge bei einem Krisenfall anbieten zu können." Der Ortschef wies dabei auch hin, dass 14 Privathäuser in seiner Großgemeinde bereits ein Notstromaggregat besitzen. Die wichtigste Vorsorge ist jedoch ein koordiniertes Zusammenspiel aller Hilfskräfte im Notfall.

Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Kinelly: "Ohne Strom funktioniert in der heutigen Gesellschaft nichts mehr. Wir sehen unsere Rolle als Feuerwehr, der jeweiligen Ortsbevölkerung beratend zur Seite zu stehen."

Ortsfeuerwehrkommandant Sigi Klein sagte dazu: "Das mögliche Blackout ist auf drei Säulen ausgerichtet. Hier in der alten Volksschule, auf der Gemeinde und private Vorsorge sind wichtig, um in einer Krisensituation ohne Probleme zusammen arbeiten zu können. Es gibt bei uns auch eine Hoftankstelle, wobei der Dieselvorrat für 12 bis 14 Tage einen Notbetrieb möglich macht."