Michael Leitgeb: „Angetreten, um Stadtchef zu werden“

Michael Leitgeb löst Karl-Heinz Gruber als Stadtparteivorsitzender ab — 100 Prozent Zustimmung inklusive.

Erstellt am 09. September 2021 | 05:43
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Das neue Team mit Karl-Heinz Gruber, Nicole Gruber, Christian Dax, Stefan Pongracz, Bianca Kainz, Michael Leitgeb, Birgit Musser, Jörg Pongratz, Katja Massing, Herwig Wallner, Ewald Hasler und Marc Seper mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
Foto: SPÖ Oberwart/Friedrich/Kahr

„Ich bin angetreten, um Stadtchef zu werden und in erster Linie die Absolute der ÖVP zu brechen“. Es ist schon ein wenig eine Kampfansage von Neo-SPÖ-Stadtparteivorsitzendem Michael Leitgeb. Mit 100 Prozent Zustimmung, hat der 58-jährige Unternehmer allerdings auch das nötige Selbstvertrauen im Rückhalt.

Der Weg an die Spitze der Stadtpartei kam für den Vizepräsidenten des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Burgenland aber „schon ein wenig überraschend“, denn die kommunalpolitische Ebene ist Neuland für den gebürtigen Mattersburger. „Wenn man aber von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil persönlich angesprochen wird, ein Amt zu übernehmen, dann ist das schon eine Ehre“, blickt Leitgeb zurück. „Ich hab dann nicht lange gezögert, auch weil ich weiß, dass man in der Stadt etwas bewegen muss und ich die Stadt kennen- und lieben gelernt habe“, so Leitgeb.

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„Seit Jahren wird uns versprochen, dass etwas für die Innenstadt getan wird. Doch es geschieht einfach nichts. Das muss sich ändern.“ Michael Leitgeb

Für Leitgeb stehen vor allem die Belebung der Innenstadt, der Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur sowie die Schaffung von guten Arbeitsplätzen im Vordergrund: „Während am Rande von Oberwart jedes Jahr neue Flächen versiegelt werden, stirbt die Innenstadt aus. Seit Jahren wird uns versprochen, dass etwas für die Innenstadt getan wird. Doch es geschieht einfach nichts. Das muss sich ändern“, so Leitgeb. „Die Stadt muss vor allem auch den jungen Menschen wieder eine Perspektive bieten. Die Betriebsansiedelung ist in Oberwart zum Stillstand gekommen. Wir müssen Betriebe ansiedeln und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen, damit die jungen gut ausgebildeten Oberwarterinnen und Oberwarter auf der Suche nach Arbeit unsere wunderbare Heimatstadt nicht verlassen müssen“, ist Leitgeb überzeugt.

„Oberwart braucht mehr wirtschaftlichen Hausverstand und vor allem Lösungen für die Zukunft. Dafür werde ich mich gemeinsam mit meinem Team einsetzen“, so Leitgeb abschließend. Politisch sind die Ziele bereits klar definiert, das Kernteam steht, aber „trotzdem sind wir in den nächsten Wochen noch dabei, ein erweitertes Team aufzubauen. Wir wollen breit aufgestellt sein und da braucht es auch viele Menschen mit unterschiedlichen Facetten und aus unterschiedlichen Bereichen“, plaudert Leitgeb aus dem Nähkästchen.

Bis zur Gemeinderatswahl heißt es für ihn auch, Politik außerhalb des Gemeinderates zu machen, denn als Nicht-Gelisteter kann er vorzeitig kein Mandat annehmen. „Ich weiß, dass ich meinen Bekanntheitsgrad steigern muss, um meine Ziele zu verwirklichen, aber wer mich kennt, der weiß, dass ich alles mit 100 Prozent mache. Auch mit den steigenden Coronazahlen im Genick, werden wir Lösungen finden, auf die Menschen zuzugehen“, kündigt Leitgeb an.