Langes Warten auf OPs im Krankenhaus Oberwart

Die KRAGES muss das Operationsprogramm aufgrund der steigenden Covid-Zahlen zum dritten Mal in einem Jahr reduzieren.

Erstellt am 11. März 2021 | 05:59
Krankenhaus Oberwart Pläne für Neubau eingereicht Symbolbild
Das Krankenhaus Oberwart
Foto: BVZ

Das Krankenhaus Oberwart reagiert auf die angespannte Corona-Situation. Nicht dringende OPs werden bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres verschoben, um freie Betten vorzuhalten. Auch die personelle Situation ist angespannt.

Am Dienstag, dem 9. März wurden im Krankenhaus Oberwart 13 Covid-Patienten betreut, einer davon auf der Intensivstation. Auf den ersten Blick keine Anzahl, bei der die Alarmglocken schrillen würden, aber „der Anstieg an Covid-Kranken in der Gesamtbevölkerung weißt auf einen Anstieg der Hospitalisierungen hin. Im Krankenhaus selbst wird man den Anstieg in den nächsten ein bis zwei Wochen merken“, heißt es seitens der KRAGES.

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So werden nicht dringliche Operationen und Eingriffe bis auf Weiteres zurückgestellt, heißt es auf BVZ-Anfrage. Dennoch weist die KRAGES ausdrücklich darauf hin, dass sich Patienten mit akuten dringlichen Erkrankungen weiterhin ins Spital einweisen lassen sollen. Patienten, deren aufschiebbare Operationen vorerst nicht stattfinden, würden rechtzeitig darüber informiert.

Der Grund für die Absage von Operationen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass man bei Covid-Patienten auf Normalstationen nie sagen kann, wann oder ob sich deren Gesundheitszustand verschlechtert. „Darum müssen auf Intensivstationen Kapazitäten freibleiben und das kann man nur erreichen, wenn man planbare Eingriffe absagt, wo man im Vorfeld schon weiß, dass der Patient aufgrund der Operation intensivpflichtig werden kann“, teilt ein Sprecher der KRAGES mit.

Dass es bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres zu Verschiebungen von Operationen kommt, ist für manche Patienten besonders bitter. Es gibt natürlich vereinzelt Fälle, die bereits zum zweiten Mal verschoben werden. Das bedauere man seitens der KRAGES sehr, weißt aber auch darauf hin, dass die Verschiebung von Operationen nur dann erfolge, wenn es medizinisch vertretbar ist. „Da wird jeder Fall genau besprochen und dann entschieden“, so die KRAGES. Die Eingriffe sollen, sobald es die Situation zulässt, aufgeholt werden. Einen Zeitrahmen gibt es hier jedoch nicht. Im Krankenhaus Oberwart wird das im Gegensatz zu kleineren Häusern, wie Güssing oder Oberpullendorf, etwas länger dauern. Die verschobenen OPs vom Frühjahr hat man erst im Herbst des Vorjahres aufgeholt, auch der Feber wurde dafür genützt, um abgesagte Eingriffe aus der zweiten Welle im November aufzuholen.

Neue Ausgangslage schafft Erleichterung

Im Vergleich zu den beiden ersten Corona-Wellen hat das Krankenhaus Oberwart jedoch im Bereich der Chirurgie und der Orthopädie eine etwas verbesserte Ausgangslage, was planbare Operationen betrifft. „Durch die neue standortübergreifende Führung der Häuser Oberwart und Güssing kann man Operationen im Bereich der Chirurgie und Orthopädie jetzt besser einteilen, was sich angesichts der anstehenden OP-Verschiebungen auch positiv auswirken wird“, heißt es seitens der KRAGES.