Großpetersdorfer Billa baut jetzt neu. Nach 32 Jahren wechselt die Filiale in Großpetersdorf den Standort. Allerdings nur um wenige Meter. Neuer Markt kommt mit Click & Collect System.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 13. Juli 2020 (05:23)

1988 eröffnete die Billa Filiale an der Hauptstraße, seither wurde der Markt selbst mehrmals saniert und modernisiert. Die Platzverhältnisse aber, die blieben über die Jahrzehnte immer gleich. Jetzt scheinen die Gegebenheiten allerdings endgültig zu klein geworden zu sein, denn die Rewe Group hat bereits Bagger und Co auffahren lassen, um einen neuen Billa Markt zu bauen. Dass die REWE allerdings bloß ein paar Meter weiter, quasi am Nachbarsgrundstück baut, stößt einigen sauer auf. „Wie viel Boden muss man denn noch versiegeln, bis der Mensch endlich versteht, dass es den Klimawandel weiter anheizt?“, sagt ein Großpetersdorfer im Gespräch mit der BVZ, der anonym bleiben möchte.

Zehn neue Arbeitsplätze entstehen

Ortschef Wolfgang Tauss dazu: „Dass sie jetzt so schnell zu bauen begonnen haben, hat uns auch etwas überrascht, aber es ist wichtig für die Gemeinde, dass der Billa bei uns bleibt.“ Zur vorangegangenen Diskussion, ob derer man den neuen Markt ins Ortszentrum verlagern wollte, findet Tauss ebenfalls klare Worte: „Das war für die REWE nie ein Thema, da sie im Ort keine Parkmöglichkeiten hätten.“ Paul Pöttschacher, Pressesprecher des REWE Konzerns dazu: „Der Standort ist zu klein geworden und vor allem Parkplätze fehlen. Aktuell haben wir eine Verkaufsfläche von knapp 500 Quadratmetern und 40 Parkplätze. Der neue Billa Markt wird doppelt so groß und bekommt 76 Parkplätze.“

Ein größerer Billa bedeutet auch mehr Personal. „Wir werden zehn Mitarbeiter zusätzlich in Großpetersdorf aufnehmen“, verrät Pöttschacher. Außerdem soll die neue Filiale das Click & Collect System anbieten. Bedeutet konkret: Man bestellt seinen Einkauf online und holt die fertig gepackte Kiste dann nur noch ab, ohne an der Kassa warten zu müssen. So weit, so praktisch. Weniger praktisch, vor allem nicht für die Umwelt, ist die Tatsache, dass mit dem Neubau nur 150 Meter weiter, viel Boden zubetoniert wird. Was mit dem bestehenden Gebäude passiert, weiß niemand so recht, denn das Grundstück gehört nicht der REWE selbst. Bis Redaktionsschluss war diesbezüglich niemand für eine Stellungnahme erreichbar.