Unterschriften in Oberwart: Bürger gegen Masten. Rund 100 Unterschriften gegen angedachten Funkmasten neben dem Sportplatz. Bürger hoffen jetzt auf Hilfe durch die Politik.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 30. November 2016 (04:43)
BVZ
Symbolbild

In einigen Orten des Südburgenlands ist die Mobilfunkverbindung schlecht, so auch in St. Martin in der Wart. Aus diesem Grund ist die Gemeinde bereits vor einigen Monaten an A1 herangetreten, um die Situation zu verbessern.

„Wir haben daraufhin verschiedene Standorte für den Masten funktechnisch bewertet – aktuell ist der Sportplatz im Gespräch“, bestätigt A1-Unternehmenssprecherin Livia Dandrea-Böhm gegenüber der BVZ.

Doch genau dieser Standort regt in St. Martin zahlreiche Bürger auf, knapp 100 Unterschriften wurden dagegen bereits gesammelt. Die Argumente: Gesundheitsgefährdung von Jugendlichen, Verschlechterung der Lebensqualität, Verschandelung des Ortsbildes.

„Chance für die Politik, etwas für Bürger zu tun“

Der Fall war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung, jetzt erhoffen sich die Initiatoren ein „rasches Eingreifen der Kommunalpolitiker für die Gesundheit der Kinder“: „Die billigste Lösung kann nicht immer die beste sein. Das ist die Chance für die Politik, etwas für die Bürger zu tun, einen Handymasten direkt neben dem Sportplatz lassen wir uns nicht gefallen.“

Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) geht es jetzt darum, einen alternativen Standort zu finden: „Ich will nichts verhindern, aber eine Lösung finden, mit der alle leben können.“ Ein möglicher Standort wäre in der Nähe des Wasserreservoirs zwischen St. Martin und Drumling. „Das hätte den Vorteil, dass auch Drumling mitversorgt werden würde, auch wenn es kostet, weil Strom gelegt werden müsste“, argumentieren die Anrainer.

A1 wartet derzeit jedenfalls noch ab: „Wir stehen in laufendem Kontakt mit dem Bürgermeister, eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen“, heißt es auf BVZ-Anfrage.