Mit voller Kraft für den Klassenerhalt. Die Mannschaft tritt heuer verjüngt in der Meisterschaft an und durfte dabei schon erste Erfolge feiern.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 23. Oktober 2019 (01:00)
Peilen den Klassenerhalt in der steirischen Landesliga an: Helena Aus der Schmitten, Lisa Szabo, Carla Jany, Mila Prenner, Anna Ochsenhofer, Leonie Posch, Lena Pertl (hinten v.l.), Lea Kager, Flori Drobits, Jana Sedlacek, Leonie Huber und MiriamKager (vorne v.l.), die auch in der neuen burgenländischen Landesliga an den Start gehen werden.
Sedlacek

Die Wild Volleys aus Oberschützen haben intensive Wochen und Monate hinter sich. Der erste große Generationenwechsel stand für den im Herbst 2013 gegründeten Verein auf dem Plan. Nach Karriereenden, begonnenen Studien oder Auslandsaufenthalten sind von der Mannschaft aus der Vorsaison – diese erreichte das Final-Four der Landesliga – nur mehr drei Spielerinnen dabei.

Daher wurde seitens des Vereins entschieden, in dieser Saison mit einem Team an der steirischen Meisterschaft anzutreten. Dazu nimmt man an der neu ins Leben gerufenen burgenländischen Landesliga teil. Bei dieser gehen in der Premierensaison acht Mannschaften an den Start, die Wildvolleys werden aber auch in allen Nachwuchskategorien von der U13 bis zur U20 im Einsatz sein. „Es wäre ein toller Erfolg, könnten wir in der steirischen Landesliga mit der stark verjüngten Mannschaft den Klassenerhalt schaffen“, gab Obmann Florian Sedlacek das Ziel vor.

Umso wichtiger wäre dieses Ziel, da ab der Saison 2020/21 das Teilnehmerfeld von zehn auf acht Teams verkleinert wird. Mit der Einführung des elektronischen Spielberichts (Livescore) und ab der kommenden Saison mit Einzelheimrunden, will man von Verbandsseite wichtige Schritte zur Professionalisierung setzen und die Liga so weiter aufwerten. Für die sehr jungen Spielerinnen, die letzte Saison den Aufstieg in die 2. Landesliga feierten, heißt es, sich nun rasch ans höhere Niveau zu gewöhnen.

Mädchen belohnten sich für ihren Einsatz

Wirklich einfach war der Start nicht, denn die Auslosung bescherte den Oberschützerinnen gleich schwere Auswärtspartien. In der Vorwoche mussten sie in Bad Radkersburg ran und die Anspannung war den Damen sichtlich anzumerken. Chancenlos verlor das Team mit 0:3. Ein kleiner Rückschlag, wobei man in Spiel zwei gegen Weiz den ersten Teilerfolg verbuchen konnte, denn beim 1:3 war zumindest ein Satzgewinn auf der Haben-Seite. Gegen die favorisierten Weizerinnen lieferte man eine gute Abwehrleistung, hielt das Spiel über weite Phasen offen und mit etwas Glück, wäre sogar mehr drinnen gewesen.

Lange sollte der erste Sieg aber nicht auf sich warten lassen, denn gegen Krottendorf jubelten die Burgenländerinnen erstmals über einen Sieg. „Dieser Erfolg in Krottendorf ist vor allem für die Moral der Mädchen gut. Sie trainieren seit Mitte August sehr konzentriert. Jetzt konnten sie sich sehr früh in der Saison für ihren Einsatz belohnen“, so Sedlacek, der aber gleich mahnte: „Für den erhofften Klassenerhalt werden wir uns weiter steigern müssen. Unser Fokus liegt weiter darauf, Volleyball in den Schulen zu verankern.“

Das Wimmergymnasium hat dabei schon lange Tradition, aber auch im Gymnasium Oberschützen wurde ein Volleyballschwerpunkt initiiert. „Wir sind immer auf der Suche nach Trainern, die sich gerne für sportlich ambitionierte Kinder und Jugendliche engagieren“, so der Obmann.