Windräder in Eisenberg: Gerüchteküche hat ausgebrodelt. Gerücht um Windräder hält sich. Ortschef sagt klar: „Stimmt nicht“. Aktuell finden Messungsarbeiten fürs Wasser statt.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 01. Dezember 2020 (05:20)

Der Eisenberg ist ja immer eine Reise wert. Und seit einigen Monaten auch immer wieder ein Gerücht, wie es scheint. Gut, zugegeben, es ist zumindest stets derselbe Eintopf, der in der Gerüchteküche in und um die Gemeinde köchelt, aber damit ist nun Schluss. Der Bürgermeister drehte den Herd in der Gerüchteküche auf Nachfrage der BVZ jetzt nämlich endgültig ab. „Nein, am Eisenberg sind Windräder für die Energieerzeugung weder geplant noch wird es in ferner Zukunft welche geben“, bringt es Franz Wachter sofort auf den Punkt.

Dass er selbst bereits vereinzelt darauf angesprochen wurde, bejaht der Ortschef zwar, sagt aber auch ganz klar: „Es gab nie Pläne dafür, weder seitens der Gemeinde, noch des Bundes. So ein Windrad ist oft bis zu 280 Meter hoch, so hoch wiederum ist ja nicht mal unser Schützener Berg. Die Gemeinde Eberau beispielsweise hat im Gemeinderat beschlossen, dass Windräder definitiv ausgeschlossen sind. So einen Beschluss können wir uns aber gleich sparen, weil eben nie auch nur eine einzige Anfrage von niemanden dazu kam.“

Warum die Gerüchteküche zum Thema Windräder am Eisenberg allerdings jetzt wieder aufbrodelt, kann sich der Bürgermeister zumindest etwas erklären.

Grundwassermessungen werden durchgeführt

„Der Bund führt aktuell Grundwassermessungen in und rund um unsere Gemeinde durch. Dafür hat man auch drei Sonden installiert, wofür Bohrungen nötig waren. Vermutlich hat dann der eine oder andere Betreiber der Gerüchteküche gedacht, dass man bereits Löcher für Windräder installiert“, meint Wachter achselzuckend und kann sich ein Schmunzeln dabei nicht verkneifen.

Die Veränderungen des Grundwasserpegels und vermeintliche Auswirkungen des Klimawandels rund um den Eisenberg wiederum, die schaut man sich im Auftrag des Bundes in den nächsten Monaten und Jahren ganz genau an. Bleibt zu hoffen, dass das Resultat keine trockene Angelegenheit ist.

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