Käfer als Waldfeind im Südburgenland. Ein Fünftel des Holzeinschlages ist vom Borkenkäfer befallen. Das sind um vier Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 16. Juni 2019 (03:08)
LWK
Ein vom Borkenkäfer befallener Baum. „Ist ein Baum einmal geschädigt, breitet sich der Schädling rasch auf andere Bäume aus“, informiert Forstexperte Herbert Stummer.

Im Rahmen der Woche des Waldes soll gezielt auf die Funktionen und den Schutz des Waldes vor Schädlingen aufmerksam gemacht werden.

Klimawandel macht nicht halt vor Wäldern

Die heimischen Wälder sind „Hauptbetroffene“ des Klimawandels und zugleich Teil der Lösung des Problems. Daher schafft die burgenländische Landwirtschaftskammer im Zuge der Woche des Waldes, die vom 10. bis 16. Juni unter dem Motto „Unser Wald im Klimawandel - Neue Herausforderungen und starke Antworten“ stattfindet, Aufmerksamkeit für einen klimafitten Wald. Immer längere Trockenperioden und Hitzewellen, gefolgt von Starkregenereignissen, schädigen die Bäume und machen sie anfällig für Schädlinge. Momentan sind rund 18 Prozent —

um vier Prozent mehr als noch im Vorjahr— des Holzeinschlages vom Borkenkäfer geschädigt. „Folglich ist es von großer Bedeutung, den Wald klimafit zu gestalten, indem man die Beratung betroffener Waldbesitzer verstärkt“, so die burgenländische Landwirtschaftskammer. Weiters soll die Stabilität und Vitalität des Waldes durch gezielte Pflegeeingriffe gefördert werden und durch spezielle Maßnahmen wie Forcierung von Stammzahlreduktion, Mischwuchsregulierung und Durchforstungen beschützt werden.

Waldbesitzer haben große Verantwortung

Geschäftsführer des Waldverbands und Forstexperte Herbert Stummer appelliert an die Waldbesitzer: „Die Verantwortung des Waldbesitzers ist es, den Wald gesund zu erhalten. Ist einmal ein Baum vom Borkenkäfer geschädigt, breitet sich der Schädling rasch auf andere Bäume aus. Daher ist es wichtig, Waldbegehungen zu machen und befallene Bäume zu melden. Forstberater informieren gerne zu Vorbeugemaßnahmen und Schädlingsbekämpfung.“