„H2“: 36 Meter Innovation in Oberwart

Mit der Baueinleitung für das „H2“ ist der Startschuss für das zweite Hochhaus der Stadt gefallen. 2023 soll es fertiggestellt werden.

Rebecca Wölfer Erstellt am 22. September 2021 | 12:12

Ein innovatives, umweltfreundliches Hochhaus das ist das Ziel der OSG mit der BPM als Projektpartner. Mit der Planung hat man bereits vor fünf Jahren gestartet mit dem Spatenstich hat man den Bau eingeleitet.  „Das Hochhaus mit dem Namen „H2“ steht ganz bewusst für das Gegenstück des in den 1970er, ebenso an dieser Kreuzung gebauten Hochhauses“, erklärt OSG- Chef Alfred Koller beim Spatenstich und meinte schmunzelnd, dass er Bürgermeister Georg Rosner versprochen habe mit dem Bau des „H2“ unter der Größe des Hochhauses zu bleiben.

Auf den 1000 Quadratmeter großen Grundstück soll das moderne, autarke Hochhaus mit seinen insgesamt 36 Metern in die Höhe ragen. Das „H2“ wird gezielt in der Stadtmitte gebaut um Ortsrandverbauung zu vermeiden und wegen der bereits gegebenen Infrastruktur. Geplant wurden 36 Wohnungen, wobei nicht nur Architektur und Widmungsmix das Außergewöhnliche an diesem Gebäude sind, sondern auch-  und das ganz besonders- die ökologische Ausrichtung.

Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma erklärt: „Das „H2“ wird ein ‚Green Tech Haus‘ der Zukunft, Photovoltaikpaneele am Dach sowie an der Fassade produzieren genügend Strom um das ganze Haus mit Strom zu versorgen. Damit man den damit produzierten Strom rund um die Uhr nutzen kann, wird dieser im eigens errichteten Speicher gespeichert.“ Das „H2“ wird von Biomasse versorgt werden. Weiters wird gemeinsam mit der Energie Burgenland auf E-Mobilität und auf Car- Sharing gesetzt.

Die Versiegelung von Bodenflächen hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Wichtigkeit gewonnen auch das Wesen der Nachverdichtung ist in den Mittelpunkt gerückt. „Beim „H2“ nimmt die OSG diese Themen auf. Auf kleiner Fläche wird weit nach oben gebaut und somit die Ortskerngestaltung unterstützt. Ein Umstand, den auch Stadtchef Georg Rosner positiv sieht: „Das „H2“ ist ein Impulsbringer für die Innenstadt trotz der enormen Dimension des Projektes gab es in der Bevölkerung wenig Kritik, dafür spricht die lange und gut vorbereitete Planung.“ Auch Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner gratuliert den Projektpartnern zu diesem Projekt der Superlativ, welches in mehrerlei Hinsicht vorbildhaft sei.

„Das Projekt verbindet alle neuen Technologien und deckt alle Interessen des Landes ab“, spricht Dorner, die Ortskerngestaltung und das bodenverbrauchs- sparende Bauen an. Zusätzlich werde mit dem Einsatz von Photovoltaik der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangetrieben und ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz geleistet.        

Die Errichtungskosten betragen 15 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2023 geplant.