Ehepaar im Bezirk Oberwart erkrankt. 72-Jährige und ihr 80-jähriger Ehemann hatten bei einer Geburtstagsfeier Kontakt mit einer Mitarbeiterin des Krankenhauses Hartberg, die positiv auf das Virus getestet worden war.

Von Wolfgang Millendorfer. Update am 14. März 2020 (14:15)
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Im Burgenland wurden zwei weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Bei den Erkrankten handelt es sich laut Auskunft des Landes um eine 72-jährige Frau und ihren 80-jährigen Ehemann aus dem Bezirk Oberwart. Beide befanden sich als Kontaktpersonen bereits in häuslicher Quarantäne, informiert der „Koordinationsstab Coronavirus“.

Das Ehepaar hatte gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Krankenhauses Hartberg, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde, an einer Geburtstagsfeier teilgenommen und war – ebenso wie alle anderen Teilnehmer der Feier – als Kontaktpersonen sofort auf behördliche Anordnung unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Kurz darauf zeigten sie erste Symptome - die beiden Personen wurden beprobt und positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Krankheitsverlauf gestaltet sich bei beiden Erkrankten derzeit milde. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sollte sich der Zustand verschlechtern und ein Spitalsaufenthalt notwendig sein, sei im Krankenhaus Oberpullendorf alles vorbereitet, um Patienten entsprechend isoliert unterbringen und medizinisch behandeln zu können.

Auch im Bezirk Jennersdorf wurde eine positiv auf das Coronavirus getestet:

Ansonsten waren im Burgenland bislang 81 Verdachtsfälle in Bearbeitung. 46 Verdachtsfälle wurden negativ getestet. Die Zahl der Erkrankten im Burgenland hat sich damit auf zehn Personen erhöht. Der Gesundheitszustand jener 9 bisher Erkrankten ist weitgehend stabil. Auf behördliche Anordnung in Quarantäne befinden sich derzeit 88 Personen – neben den Erkrankten sind dies auch Personen, die zwar in Kontakt mit Erkrankten waren, aber keine Symptome zeigen. Hier ist die Quarantäne eine reine Vorsichtsmaßnahme, um 14 Tage lang den Gesundheitszustand der Personen zu beobachten. Aber auch Verdachtsfälle sind in häuslicher Quarantäne.

Das Wichtigste sei nach wie vor, Ruhe zu bewahren, soziale Kontakte zu reduzieren und auch keine Hamsterkäufe zu tätigen wird seitens des Landes appelliert.