Sesshafter „Mr. Hügelland“?. Nach den Stationen beim SV Mörbisch und dem SCF Rust, ist Kevin Salmer seit 2018 ein Fixpunkt beim UFC Oggau. Beim Tabellenführer fühlt er sich pudelwohl.

Von Lukas Leier. Erstellt am 22. März 2021 (02:12)
Kevin Salmer
Kevin Salmer ist nach seinen Aufenthalten in Mörbisch und Rust nun in Oggau ein Fixpunkt.
BVZ

Mörbisch, Rust und Oggau. Die drei Ortschaften am Westufer des Neusiedler Sees verbindet, neben vielen anderen Gemeinsamkeiten, auch ein gewisser Name: Kevin Salmer. Der Mittelfeldspieler schlug in seiner noch relativ jungen Karriere bereits auf allen drei Sportplätzen seine Zelte auf. Seine Karriere begann bereits in der Saison 2012/13, als er mit gerade einmal 15 Jahren schon erste Einsatzminuten in der Kampfmannschaft des SV Mörbisch sammeln konnte.

Nach zwei Jahren behutsamer Aufbauarbeit folgte 2015 der Durchbruch und er wurde unter Josef Mittmasser zum Stammspieler bei seinem Heimatverein. Gleich in seiner ersten vollen Saison musste er mit der Mannschaft aber den Gang in die 2. Klasse antreten.

Nach dem Abstieg suchte Salmer eine neue fußballerische Heimat und fand diese in der Nachbarortschaft Rust. Gleich in der ersten Saison bei Rust konnte er mit seiner Mannschaft aufsteigen und war zurück in der 1. Klasse Nord. In der Winterpause der Saison 2017/18 folgte dann der nächste Wechsel. Wieder ging es eine Ortschaft weiter und Salmer war nun Teil des UFC Oggaus. Mit knapp 21 Jahren war es also schon seine dritte Station bei einer Kampfmannschaft aus den Ortschaften der Nachwuchs-Spielgemeinschaft Hügelland.

Vom Klassenerhalt bis zum Winterkönig

Die Mission in den ersten Monaten damals war der Klassenerhalt, der dann auch fixiert wurde. Es folgte ein Trainerwechsel und mit Wolfgang Mayer begann der spielerische Aufstieg von Kevin Salmer und seinen Oggauer Kollegen.

Bereits in der Vorsaison kam die Mannschaft in den letzten Spielen vor der Corona-Annullierung in einen Lauf und am Ende lag man auf einem soliden Mittelfeldplatz. Auf diesem positiven Gefühl konnten die Oggauer aufbauen und in der jetzigen Saison konnte man sogar den Herbstmeistertitel erringen. „Es ist ein enormer Zusammenhalt in der Mannschaft, wir sind alle gute Freunde und der Trainer schafft es immer, uns zu motivieren und uns perfekt auf die Gegner einzustellen“, so Salmer über die Grundlagen des Erfolgs.

Mit gerade einmal 23 Jahren befindet sich Kevin Salmer noch in einem jungen Fußballalter, gefragt nach seinen zukünftigen Zielen meint er: „Es wäre schön, einmal Meister zu werden, bisher bin ich zweimal als Zweiter aufgestiegen, aber der Aufstieg ist heuer kein Muss, er wäre eher ein Bonus und eine Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln. Ich werde aber auf jeden Fall bei Oggau bleiben, unabhängig davon, ob wir aufsteigen oder nicht, das Umfeld ist einfach perfekt.“ Der „Hügelland-Wandervogel“ scheint also sesshaft zu werden.