Trennung zwischen Rust und Güzel. Der SCF Rust trennt sich von Offensivkraft Nihat Güzel. Ersatz könnte übrigens aus den eigenen Reihen kommen.

Von Lukas Leier. Erstellt am 30. Januar 2021 (02:12)
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Nihat Güzel wird im Frühjahr nicht mehr für den SCF Rust auf Torejagd gehen. Seine Zukunft ist noch offen.
BVZ

Es war eine der Schlagzeilen des vergangenen Jänners, als der SCF Rust die Verpflichtung von Nihat Güzel vom SC Wiesen bekannt gab. Der Regionalliga-erprobte Kicker sollte mit Rust den Aufstiegskampf aufwirbeln. Doch die Corona-Pandemie änderte vieles und so kommt es nach nur einem Jahr wieder zur Trennung zwischen den Seestädtern und Güzel.

Rust war für ihn die dritte Station im Eisenstädter Bezirk, aber er konnte in der Herbstmeisterschaft nicht ganz an seine erfolgreichen Zeiten in Sankt Margarethen und beim UFC Purbach anknüpfen. Für die endgültige Trennung sorgten jedoch hauptsächlich wirtschaftliche Gründe: „Die Pandemie hat uns – wie so ziemlich jeden anderen Verein – hart getroffen. Sie ist ja immer noch nicht überstanden und keiner weiß, wann und wie es weitergeht, daher wollten wir kein weiteres wirtschaftliches Risiko eingehen. Ohne die Pandemie wäre es wahrscheinlich anders gelaufen“, berichtet Rust-Obmann Thomas Balogh über den Abgang.

Güzel-Zukunft steht noch in den Sternen

Auch Spielertrainer Özgür Nurlu bedauert, dass es zu keiner Einigung mit Güzel kam und möchte sich im Namen der Mannschaft auch bedanken: „Nihat ist sowohl menschlich als auch sportlich ein absolutes Vorbild. Es war eigentlich ausgemacht, dass er nur zwei Mal in der Woche trainieren kommt, aber er war fast immer auch ein drittes Mal beim Training und wenn er gekommen ist, war er immer der Erste am Platz und der Letzte, der nach dem Training reinging. Leider kam er in einer schwierigen Zeit.“

Wohin es Güzel nun zieht, ist noch offen. Ebenfalls noch nicht fixiert ist, wie der SCF Rust seinen Abgang ersetzen wird: „Wenn sich noch etwas ergibt, könnte noch was passieren, ich denke aber nicht, dass sich viel ergeben wird. Unser Kader ist aber ohnehin recht groß, daher wäre eine interne Lösung gut denkbar. Ein Neuzugang wäre auch riskant, es fehlt momentan einfach die Planungssicherheit. Auch weitere Abgänge sind zurzeit nicht geplant“, so Balogh.