Paukenschlag: Mörbischs Wapp schmeißt hin. Der SV Mörbisch hat keinen Trainer mehr  - und wohl auch keine Zukunft, der Verein steht vor dem Aus.

Von Thomas Steiger. Erstellt am 28. Februar 2019 (12:47)
Thomas Steiger
Rücktritt. Didi Wapp zog beim SV Mörbisch die Reißleine.

Die nahe Zukunft des SV Mörbisch – der Klub kämpft aufgrund des bereits länger andauernden  Spielermangels um das Überleben - sah nach Ende der Transferphase vor einigen Wochen wieder rosig(er) aus. Man holte fünf neue Spieler, die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs schien (zumindest bis Sommer) gesichert. Doch nun hat den Verein die bittere Realität wieder eingeholt, steht man vor dem finalen Scherbenhaufen, der wohl irreparabel ist.

Der erste Schritt Richtung Abgrund passierte gestern, Mittwoch, als Dietmar Wapp seine Trainer-Tätigkeit mit sofortiger Wirkung beendete. „Drei Spieler hätten mehr oder weniger wochenlang aus privaten und beruflichen Gründen nicht kommen können. Mir standen nur mehr sieben Spieler am Training zur Verfügung, da macht es einfach keinen Sinn mehr. So kann man keine Meisterschaft bestreiten, da hast du schon verloren, bevor ein Match überhaupt angepfiffen wird“, so Wapp.

Doch wie geht es jetzt weiter, mit seiner Person und dem Verein? – „Ich selbst nehme mir jetzt mal eine Auszeit, habe keinen Stress. Dass ich in Mörbisch Spielertrainer wurde, war ja von mir nicht geplant, aber ich habe die Funktion gerne übernommen. Zur Situation des Vereins möchte ich keine Stellungnahme abgeben, aber wenn man es  nüchtern betrachtet, kann man, denke ich, eins und eins zusammenzählen. Ohne Spieler wird der SV Mörbisch nicht bestehen bleiben können“, so Wapp.

In den nächsten Tagen soll es laut Burgenländischem Fußballverband (BFV) eine endgültige Entscheidung in der Causa „Mörbisch“ geben, die Zeichen deuten ganz auf ein Ende des SV hin. Geschäftsstellenleiter  Karl Schmidt dazu:  „Der Verein hat schon einmal mündlich Kontakt mit uns aufgenommen, eine vorzeitige Schließung und Beendigung  des Spielbetriebes steht zumindest im Raum. Solange es keinen schriftlichen Antrag gibt, wird aber unsererseits natürlich noch nichts unternommen.“

Alle Infos zum Thema folgen in der Print-Ausgabe am kommenden Mittwoch.