SCE holt Stegersbach-Kicker Pürrer ins Boot

Mario Pürrer, Kicker des SV Stegersbach, wird kommende Saison als Spielertrainer beim SC Eisenstadt aktiv sein und einen Eckpfeiler des Teams bilden.

Erstellt am 28. Februar 2018 | 03:06
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SCE holt Mario Pürrer ins Boot SC Eisenstadt SV Stegersbach
Neues starkes Team. Obmann Christopher Görz (links) und Neo-Spielertrainer Mario Pürrer werden zukünftig beim SC Eisenstadt zusammenarbeiten. Foto: zVg
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Der „SC Eisenstadt Neu“ nimmt langsam erkennbare Formen an. Vergangenes Wochenende wurde bei einer Informationsveranstaltung des Klubs der neue (Spieler-)Trainer präsentiert – und der ist definitiv kein Unbekannter. Mit Mario Pürrer holte man sich einen jungen und motivierten Mann ins Boot, der aber schon einiges an Erfahrung mitbringt. Der 28-Jährige, gebürtig aus Scheiblingkirchen, kickt aktuell noch beim SV Stegersbach in der BVZ Burgenlandliga.

„Hier kann etwas Großartiges entstehen. Es wird professionell und gut gearbeitet.“Mario Pürrer über seine interessante Aufgabe als Spielertrainer beim neuen SC Eisenstadt und über das gesamte Projekt an sich.

Zur neuen Saison wird er aber beim SCE seinem „inneren Antrieb“ folgen, wie er verrät: „Ich hatte schon lange die Motivation und den Wunsch, als Trainer tätig zu sein. Es gab in den letzten Monaten auch schon einige Angebote, doch für mich war da noch nicht das Richtige dabei. Beim Angebot des SC Eisenstadt, in Person von Obmann Christopher Görz, stimmte alles und ich war sofort Feuer und Flamme für das Projekt. Der Verein möchte schrittweise an damalige Erfolge anschließen und sich wieder einen Namen im burgenländischen Fußball machen – dazu möchte ich einen Teil beitragen und bedanke mich gleichzeitig auch für die Chance und das Vertrauen in mich.“

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Mario Pürrer ist aktuell noch beim SV Stegersbach aktiv.
Foto: Patrick Bauer

Der BVZ-Burgenlandliga-Kicker hat auch lobende Worte für die Arbeit, die beim Hauptstadt-Klub geleistet wird, über: „Ich muss schon sagen, was hier entsteht, sucht seinesgleichen. Es kann sich Großartiges entwickeln, die Arbeit ist gut und sehr professionell. Hier wird nicht nur an Fußball, sondern an das Gesamtpaket gedacht.“

Auch SCE-Obmann Chris Görz freut sich über den Coup: „Mario ist jung, ehrgeizig und lebt den Fußball zu 100 Prozent. Ich denke, mit seiner sportlichen Erfahrung als Spieler und auch mit seiner Menschlichkeit ist er die optimale Besetzung für diese einzigartige Aufgabe.“ Mit Pürrer im Boot will der mit Nostalgie behaftete Verein gleich Kurs auf die 1. Klasse aufnehmen, kämpft dann also um den Aufstieg – oder etwa nicht? Pürrer und Görz stoßen dabei ins gleiche Horn: „Wir haben keinen Druck und machen uns selbst auch keinen. Von Aufstieg zu sprechen, wäre definitiv vermessen und nicht angebracht. Es wird kontinuierlich und mit Struktur gearbeitet werden, wir denken langfristig und wollen uns immer weiter entwickeln.“

Für einen erfolgreichen Start (und in weiterer Folge eine zufriedenstellende erste Saison) braucht es aber allerdings auch Spieler – die es bis dato aber noch nicht gibt. Doch laut Görz sondiert man fleißig den Markt, haben Spielerverpflichtungen nun oberste Priorität: „Wir sind da dran, arbeiten akribisch, um viele interessante und hungrige Jungs zu uns zu lotsen. Es befinden sich viele Spieler im Blickfeld, in den kommenden Wochen wird sich da sicher einiges tun.“ Auch Neo-Spielertrainer Pürrer wird seine Kontakte spielen lassen, um dadurch vielleicht den einen oder anderen „Gestandenen“ für das Projekt begeistern zu können.

Spielstätte wird wohl in Schützen sein

Den neuen Spielern, die in den nächsten Wochen beim SCE unterschreiben sollen, soll neben einer sportlichen Perspektive auch eine exzellente medizinische und „ganzheitliche“ Betreuung geboten werden. Bernhard Schwendenwein und Georg Mikesch decken die Bereiche Massage, Mentaltraining und Athletik-Training ab.

„Die Gesundheit ist im Sport ein immer wichtigerer Faktor, deshalb ist es auch notwendig, hier professionelle Strukturen zu schaffen. Die Betreuung erfolgt durch Partnerschaften mit Ärzten, Physiotherapeuten und Masseuren, um hier eine schnellstmögliche und qualitativ hochwertige Erstversorgung zu geben“, so Görz.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist noch in Schwebe, steht laut Vereinsführung aber vor dem Abschluss – die Klärung der neuen Spielstätte. „Es gibt gute Gespräche mit der Gemeinde Schützen und dem UFC Schützen, die Kooperation steht unmittelbar vor dem Abschluss.“ Diese soll dann aber als vorübergehend angesehen werden, denn in den nächsten fünf Jahren soll direkt in Eisenstadt eine Heimstätte für den SCE entstehen. „Langfristig wollen wir natürlich wieder in Eisenstadt spielen, wo der Verein auch hingehört. Wir werden sehen, was dahingehend in den kommenden Jahren alles möglich sein wird“, so Görz.

In der Landeshauptstadt könnte also wieder etwas entstehen, es könnte langsam ein Fußballverein heranwachsen, der von den Strukturen und den Ideen her schon wieder an glorreiche Zeiten erinnert. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg, den Pürrer, Görz und Co vor sich haben.