Zillingtal sortierte „Schönspieler“ aus. Zillingtal trennte sich nach einem enttäuschenden Frühjahr von seinen Kreativspielern Mesut Ünal und Bence Marton.

Von Thomas Steiger. Erstellt am 15. Mai 2019 (02:11)
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Mesut Ünal und der SC Zillingtal gehen getrennte Wege.

In Zillingtal lief es seit Rückrundenstart nie wirklich rund, man ist Tabellen-Fünfter und verlor die vorderen Plätze komplett aus den Augen – zu unkonstant waren die Leistungen des SC. Hauptgrund für die Misere ist mit Sicherheit der Kader, der aus vielen „Primgeigern“ besteht, aber nur mit wenigen zweikampf- und defensivstarken Spielern bestückt ist. Deshalb wurden zuletzt auch zwei Kicker aussortiert, die nicht mehr für Zillingtal spielen werden – Mesut Ünal und Bence Marton.

„Zillingtal ist sicher kein Gnadenhof“

„Wir haben uns von den beiden getrennt, auch wenn es keine leichte Entscheidung war“, so Coach Franz Bures, der vor allem die Mentalität und Trainingseinstellung der beiden anprangert: „Ünal hat oft mit Abwesenheit geglänzt und war sehr häufig nicht beim Training. Marton hat sich leider zu sehr auf seine technischen Fähigkeiten verlassen und grundlegende Dinge vermissen lassen.“

Vor allem Ünal konnte an guten Tagen jeden Gegner mit seinen Fähigkeiten weh tun und galt als einer der besten Kicker der Liga – dennoch kam er seit der Winterpause nie auf Touren: „Der Bursche hat absolut Qualität, das ist unbestritten. Jedoch fehlte ihm aufgrund der wenigen Trainingseinheiten eine gewisse Fitness, um seine Leistung abrufen zu können“, so Bures.

Von Ünal und Marton war man enttäuscht, deshalb mussten sie vorzeitig gehen. „Sie haben unterm Strich nicht das gebracht, was wir uns erhofft haben. Und Zillingtal ist mit Sicherheit auch kein Gnadenhof, wo man ewig zuschaut“, so Bures zur Aussortierung der „Schönspieler“. Mit dem abgespeckten Kader will man die letzten Runden bestreiten, man plant aber durchaus schon Sommer-Transfers.