Mössner geht, Hartl ist da. In Wimpassing ist das Spielertrainer-Projekt Geschichte. Nun vertraut man Michael „Mike“ Hartl, der seine Zelte als „Co“ in Leithaprodersdorf abbrach.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 15. Mai 2020 (01:02)
Mike Hartl (l., mit Leithaprodersdorfs Tobias Beran) gibt seine Tipps und Anweisungen nun an die Kicker des SV Wimpassing als Trainer weiter.
Frank

Die Corona-Krise gibt vielen Sportskanonen viel Zeit, die aktuelle Lage zu übedenken. So geschehen auch bei Lukas Mössner, der seit Jänner als einer von zwei Spielertrainern (als Spieler stand er schon eineinhalb Jahre im Dienste des Klubs) des SV Wimpassing installiert worden war. Für den 36-Jährigen ist jetzt Schluss mit dem Fußball-Zirkus – nach gut zwei Jahrzehnten im Profi- und Amateurbereich.

„Ich kann mich jetzt endlich voll und ganz dem Beruf widmen“, so Mössner, der gemeinsam mit Gattin Katja und Iris Heller in Hornstein eine Therapie-Praxis (Schwerpunkt: schmerzfrei) betreibt. „Dem Fußballsport habe ich sehr viel zu verdanken, es waren tolle Erfahrungen“, blickt Mössner zurück. „Nun ist die Zeit reif, sich neuen Aufgaben zu widmen.“ Sollte jedoch der eine oder andere junge, angehende Kicker Tipps für die Karriereleiter benötigen, will er dafür ein offenes Ohr haben. Mössner kann über eine bewegte Karriere zurückblicken: Profi in Freiburg (Deutschland, U19, 2. Mannschaft), Mattersburg, Schwanenstadt, Pasching, Austria Kärnten, Austria Wien, Eintracht Trier (Deutschland), Hartberg. In 304 Pflichtspielen gelangen dem Stürmer starke 104 Tore. In St. Georgen sammelte er dann erste Erfahrungen als Betreuer, sein Fachwissen gab er – gerne im Doppelpack mit Lauf-Guru-Spezi Rolf Meixner – jungen Spielern im Amateurbereich weiter.

Goran Batar musste in Wimpassing gehen

Goran Batar, eigentlich „Chef-Spielertrainer“ in Wimpassing, hätte seine Karriere als Spieler normalerweise im Sommer beendet. „Trainer möchte ich bleiben“, so Batar. Doch sicher nicht in Wimpassing. Am Freitag teilte ihm der Vorstand mit, dass man in der Zukunft auf einen „richtigen“ Trainer setzen wird. Dieser war da schon gefunden: Michael „Mike“ Hartl (zuletzt Co-Trainer in Leithaprodersdorf, zuvor in Au und Unterwaltersdorf) soll seine neue Mannschaft am kommenden Montag am Platz kennenlernen.

„Wenn es möglich ist, werden wir ein- oder zweimal pro Woche Übungseinheiten am Platz abhalten. Zusätzlich gibt es ergänzende Laufprogramme. In diesem Bereich sollen die Spieler angeblich Lücken haben. Natürlich geschieht alles auf freiwilliger Basis.“

Ziel ist es, wann auch immer gestartet werden kann, die 2. Liga Nord mit so wenig als möglich Auswärtigen halten zu können. Hartl ist nicht nur diesbezüglich optimistisch, sondern auch betreffend Start: „Ich gehe davon aus, dass man Mitte Juli – vielleicht auch in abgespeckter Version – ein Mannschaftstraining abhalten kann. Im September wird es dann losgehen.“