Nun ist es fix: Trausdorf geht runter. Die Kooperation mit Steinbrunn scheiterte, auch aus der Versetzung in die 1. Klasse Nord wurde bekanntlich nichts. Nun muss Trausdorf in die 2. Klasse.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 10. Juli 2020 (02:52)
Obmannwechsel beim ASV Steinbrunn: Fritz Pingitzer legte nach über 22 Jahren Tätigkeit seine Funktion als Vereinsoberhaupt zurück. Harald Marczinyas (r.) wird künftig die Geschicke des Klubs leiten.
zVg

Nun ist es amtlich – und natürlich auch vom BFV abgesegnet: Der SC Trausdorf startet die neue Saison in der 2. Klasse Nord. Wie die BVZ berichtete, war zunächst eine Spielgemeinschaft mit Steinbrunn geplant.

Eigentlich waren sich beide Lager einig, mit insgesamt vier Teams (2. Liga Nord und 1. Klasse Nord jeweils mit zwei Ersten und zwei Reserven) zu bestücken. Doch die Steinbrunner waren sich dann doch nicht mehr so sicher.

Vor allem die Nachrede, sich einen Aufstieg erkauft zu haben, wollte sich Ex-Obmann Fritz Pingitzer nicht geben. Anmerkung: Seit Samstag wird der Verein von Harald Marczinyas (siehe Bild oben) geführt. Pingitzer legte nach knapp 22 Jahren als Steinbrunn-Funktionär seine Ämter zurück.

Trausdorf-Obmann Günther Guzsics suchte dann um eine Versetzung in die 1. Klasse Nord an. Dies wurde vom Vorstand des BFV abgelehnt. Noch am Freitag der Vorwoche setzten die Trausdorfer den nächsten Schritt. Sowohl wirtschaftlich als auch sportlich sieht die Lage alles andere als rosig aus, so geht man den zwar bitteren, jedoch sinnvollen Weg in die 2. Klasse Nord.

Joachim Wild: „Jetzt schlägt’s quasi 13“

„Es gibt kein Wunschkonzert, wo man spielen darf“, meint dazu Gruppen-Obmann Joachim Wild. „Für die Trausdorfer hat sich die 2. Liga Nord einfach nicht mehr gerechnet.“ Somit beginnt die neue Saison mit nur 13 Teilnehmern.

Wild stuft diese Situation als „grenzwertig, aber machbar und notwendig“ ein. Spätestens im Sommer 2021 soll wieder auf 14 Klubs aufgestockt werden.

Im besten Fall – also kein Absteiger aus der Burgenlandliga – ergibt sich die Situation, dass aus der 1. Klasse Nord sogar drei Klubs aufsteigen, um die 14er-Zahl zu erreichen. „Der Letzte steigt immer ab, egal, ob 13 oder 14 Mannschaften die Saison bestreiten“, führt Wild aus. „Jetzt schlägt’s quasi 13.“

Somit hat das fast im Halbjahresrhythmus stattgefundene Umstrukturieren oder Aufrüsten in Trausdorf ein Ende. Die Kassa ist leer, auch die notwendigen Einnahmen des heuer ausgefallenen Kirtag-Zeltfestes fehlen wie ein Bissen Brot.

Stars wie Andi Walzer, Mirza Sejmenovic, Alexander Kampitsch, Viktor Hanak, Stefan Reinhalter, Özgür Nurlu, Ernest Palkovich, Goran Batar oder einst Mario Adamcik, Istvan Dehli und Mario Bintinger gaben sich in der Vergangenheit oft die Klinke der Kabinentür in die Hand. Jetzt heißt es ganz kleine Brötchen backen.