Der Kurs bei den Eisenstädter Dragonz stimmt. Die BBC Nord Dragonz bleiben nach dem Sieg gegen Salzburg den besten Teams der Liga auf den Fersen.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 09. Januar 2021 (00:03)
In der Zange. Peter Cosic und seine Drachen mussten sich nach starker Leistung und enormer Aufholjagd in der Nachspielzeit den Blackbirds aus dem Südburgenland geschlagen geben.
Peter Wagentristl

Für die Eisenstädter Dragonz stand vergangene Woche eine Doppelrunde am Programm. Am Samstag empfingen die Drachen die Güssing/Jennersdorf Blackbirds, am Mittwoch ging es zur BBU nach Salzburg.

Gegen die Tabellenführer aus dem Südburgenland machten die Eisenstädter von Beginn an einen wachen Eindruck. Die Blackbirds gingen zwar erwartet in Führung, die Dragonz blieben ihnen aber auf den Fersen und gingen in der zweiten Spielhälfte sogar in Führung. Unterm Korb dominierte Marko Kolaric offensiv wie defensiv, ausgehend von Cosic überspielten die Eisenstädter die beste Defensive der Liga. Dazu kam noch eine starke Dreier-Quote. Die Drachen erzwangen mehrere Time-Outs, schließlich retteten sich die Blackbirds aber in die Overtime — und setzten sich dort mit 74:79 durch. „Das Glück war nicht auf unserer Seite und wir haben auf die falschen Spielzüge gesetzt“, analysiert Coach Felix Jambor die extrem bittere Niederlage.

Mit einem Sieg in die spielfreie Woche

Die Niederlage steckten die Dragonz aber flott weg, am Mittwoch gegen Salzburg zeigten die Jungs aus der Landeshauptstadt kaum Schwächen. Obwohl man wie bereits bereits gegen Jennersdorf auf Top-Scorer Dragisa Najdanovic (im Schnitt 16,8 Punkte pro Spiel) verzichten musste und für das Match gegen Salzburg auch noch Petar Zivkovic ausfiel. Zumindest konnte Jambor wieder auf Lukas Knor zurückgreifen, der gegen Jennersdorf noch krankheitsbedingt gefehlt hatte.

Nach den Rückschlägen „waren es diesmal wir, die jubeln durften“, freute sich der Dragonz-Trainer. Nach den bitteren Niederlagen sei das umso erfreulicher. „Es war wahrscheinlich der wichtigere Sieg“, so Jambor mit Blick auf die erwartete Niederlage gegen Güssing/Jennersdorf. Seine Truppe habe Charakter gezeigt, mannschaftlich geschlossen ihr Bestes gegeben. Vor allem die Kinderkrankheiten in der Defensive habe man nun endgültig im Griff.

Auch die jüngeren Drachen werden wohl positiv auf die beiden Matches zurückblicken. Der 17-jährige Emil Frantsich kam im Derby erstmals zum Einsatz und versenkte gleich einen Dreier, gegen Salzburg durfte sich der 18-jährige Fran Selakovich über Lob vom Trainer freuen.

Auch gegen KOS (23. Jänner) soll der Mix aus jungen Motivierten und Routiniers zum Erfolg führen. Najdanovic soll bis dahin wieder fit sein, ob es sich auch für Zivkovic ausgeht, ist fraglich.