Dragonz trotzen dem Lockdown. Die BBC Nord Dragonz spielen am Wochenende dank des Spitzensport-Konzeptes in Vorarlberg gegen die Lions.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 20. November 2020 (01:23)
Startklar. Am Samstag spielen die Dragonz von Coach Felix Jambor auswärts gegen die Dornbirn Lions.
Peter Wagentristl

Als einer von wenigen Vereinen dürfen die BBC Nord Dragonz trotz Lockdowns weiterspielen, die 2. Bundesliga zählt offiziell als Spitzensport. In den vergangenen Wochen wurde von der Pandemie kaum beeinflusst weiter trainiert.

„Da unser Präventionskonzept früh ausgearbeitet und schnell angenommen wurde, können wir uns fast normal auf die Matches vorbereiten“, erzählt Coach Felix Jambor. Zu hundert Prozent sei man aber noch nicht im Normalbetrieb: Der Rhythmus fehlt. „Wir versuchen, im Training die Matches zu simulieren, aber das ist natürlich nicht dasselbe wie in der Bundesliga“, schildert der Coach. Körperlich sei man aber jedenfalls voll im Saft, da auch in der kurzen trainingsfreien Zeit individuell auf die Fitness geachtet wurde.

Ebenfalls nicht selbstverständlich: Gegen Dornbirn stehen Jambor alle Spieler zur Verfügung, trotz Pandemie gibt es keinen einzigen Ausfall. Anders sieht es jedoch bei den Gegnern aus Vorarlberg aus. Dort haben mehrere Spieler den Schritt in den Spitzensport aus beruflichen Gründen nicht mitmachen können und sind daher nicht spielberechtigt. „Da steht ein ganz großes Fragezeichen vor dem Kader“, fällt dem Eisenstadt-Trainer die taktische Vorbereitung nicht leicht. Da zwei Teams (Wörthersee Piraten, Mistelbach Mustangs) wegen Corona nicht mehr weiterspielen, sind andererseits einige Spieler frei und könnten nun nachverpflichtet werden, schätzt Jambor. Mit den Stammspielern wären die Dornbirn Lions jedenfalls nicht zu unterschätzen, „aktuell sind sie aber eine Wundertüte. Bis Freitag muss der Kader jedenfalls stehen und der Liga gemeldet werden.“

Logistische Herausforderung

Aufgrund des Spitzensport-Status stehen auch regelmäßige Covid-19-Tests an, vor jedem Match muss der Kader negativ getestet werden. Dass gleich das erste Match am anderen Ende Österreichs stattfindet, ist dabei eher ungünstig. „Wir steigen erst in den Bus, wenn wir und die Gegner die negativen Testergebnisse in der Hand haben“, versichert Jambor, dass die Drachen nicht umsonst nach Vorarlberg fahren wollen. Aus Westösterreich hoffen die Eisenstädter dann nicht mit Verdachtsfällen, sondern zwei Punkten heimzukehren.