Eisenstadt Dragonz: „Nehmen es locker“. Die Dragonz konnten den Erfolg der Hinrunde nicht wiederholen und unterlagen in Mattersburg mit 79:69.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 05. März 2021 (01:33)
Zu stark. Corey Hallett (l.) und die Mattersburg Rocks waren eine Nummer zu groß für die Eisenstädter. Neuzugang Bogdan Rakic (r.) muss noch besser ins Spielsystem integriert werden.
Martin Ivansich

Das Resümee klingt auch diesmal gleich wie in den vergangenen Runden: Gute Leistung, aber für den Sieg reichte es nicht. Nach dem Überraschungserfolg in der Hinrunde revanchierten sich die Rocks und fertigten die Dragonz in Mattersburg mit 79:69 ab.

Bei den Eisenstädtern nimmt man die Niederlage aber gelassen. Den Platz im Play-off kann die Eisenstädter nur noch eine historische Niederlage gegen Deutsch Wagram und ein sportliches wie mathematisches Wunder kosten.

„Ob der Gegner im Play-off dann Mattersburg, Güssing oder Fürstenfeld heißt, ist egal“, so Obmann Roland Knor. Zur Analyse der aktuellen „Trockenphase“ bemüht der Drachen-Chef einen blumigen Vergleich: „Das Rohr ist verstopft. Nämlich das Kanonenrohr, mit dem wir unsere Gegner abschießen und Körbe treffen“, scherzt Knor. Tatsächlich ist das Tief eher mental als sportlich ein Problem. Dass man keine konkrete Schwachstelle für die Negativserie verantwortlich machen kann, setze den Spielern aber mehr zu als den Funktionären.

„Wir nehmen es locker, wir wissen, dass wir ganz vorne mitspielen können. Mir ist es lieber, wir haben jetzt einen Durchhänger als im Finale“, erklärt der Dragonz-Obmann.

Vorstand steht hinter Spielern und Trainer

Die gängige Vorgehensweise, nach Rückschlägen zu versuchen, strukturelle Probleme an Personalentscheidungen aufzuhängen, lehnt Knor ab. „Felix (Jambor, Dragonz-Trainer; Anmerkung) und die Jungs wissen, dass sie unser volles Vertrauen haben. Wir wissen, was sie können und sind überzeugt, dass sich das Blatt wieder wendet.“ Im erst dritten Jahr in der Zweiten Liga darf man sich noch keine Wunder erwarten, auch wenn man phasenweise in der Spitze der besten Drei kräftig mitmischen konnte.

Am Dienstag herrschte kurz Aufregung in der Zweiten Liga: Bei den Rocks gab es einen positiven Corona-Test, das Match gegen Güssing wurde daher bereits abgesagt. Bei den Dragonz gibt es aber Entwarnung: Kein Spieler hat sich infiziert. „Das beweist, dass das Präventionskonzept greift“, schließt Knor daraus.

Weitreichender sind dagegen die Auswirkungen der vereinsinternen Kaderplanung: Nachdem die Nachwuchsligen wieder starten konnten, kann man nicht mehr uneingeschränkt auf die jungen Eigenbau-Talente zurückgreifen.

Nachwuchs-Talente bleiben erhalten

Das Präventionskonzept verbietet es, Spieler in mehreren Mannschaften – etwa mit der U19 und in der Bundesliga – einzusetzen. Bei Fran Selakovich und Emil Frantsich, den Top-Spielern der bisher extrem starken Jungdrachen, entschied man sich für ein Dress in der Einser-Mannschaft.

„Das ist für ihre weitere Entwicklung sicher die richtige Entscheidung. Bei der U19 ist uns langfristige Kaderplanung wichtiger als Punkte und Siege. Außerdem haben so neue Nachwuchstalente die Chance, sich zu beweisen“, bleibt Knor der Vereinsphilosophie treu.

Am Samstag haben die Dragonz die nächste Chance zur Trendumkehr, zuhause empfängt man die BBU Salzburg.