Herber Rückschlag für die Dragonz gegen die Panthers. Die BBC Nord Dragonz kassierten eine schmerzliche 98:73-Niederlage gegen die Aufstiegs-Kandidaten aus Fürstenfeld.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 28. Januar 2021 (01:22)
Schritt zurück. Ismail Chrigui (l.) präsentierte sich mit elf Punkten in Bestform. Für die starken Fürstenfeld Panthers reichte die mannschaftliche Leistung der BBC Nord Dragonz aber dennoch nicht, vor allem in der zweiten Spielhälfte zogen die Steirer den Nordburgenländern davon. In der Tabelle verlor man nach der 98:73-Niederlage den Anschluss an die Spitze.
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Das Glück ist aktuell nicht auf Seiten der Eisenstädter Dragonz: Nach drei hauchdünnen Niederlagen in letzter Sekunde, folgte am Wochenende eine derbe Abfuhr gegen die Fürstenfeld Panthers. Die Steirer, die mit einem Aufstieg in die höchste Spielklasse liebäugeln, fertigten den BBC Nord mit 98:73 ab.

„Wir haben uns von Anfang an schwer getan, spielerisch mitzuhalten. Die Finger hatten den Ball nicht unter Kontrolle – so etwas sollte nicht passieren“, so Coach Felix Jambor retrospektiv. Dabei habe man in Hälfte eins noch gut gekämpft und sei dran geblieben. „Wenn es spielerisch nicht läuft, schlägt sich das mit der Zeit auch mental nieder“, findet Jambor eine Erklärung für die klare Niederlage. Eigentlich war man gut auf die Panthers vorbereitet, lediglich die Übersetzung von Theorie in die Praxis verlief mangelhaft. „Es gibt eben auch Tage, an denen man hoch verliert und abgeschossen wird“, versucht der Drachen-Trainer die Pleite einzuordnen.

Zuerst nur kein Glück, dann auch noch Pech

Vom Glück verfolgt sind die Eisenstädter jedenfalls nicht. Hätten die Dragonz ihre Pace in den vergangenen Runden 40 Minuten aufrecht halten können, läge man wesentlich weiter vorne: „In einer Tabelle, bei der die Spiele nur 38,5 Minuten dauern, wären wir Erster“, schildert Jambor bittersüß. Nach den bitteren Last-Minute-Niederlagen stellte sich auch noch das Verletzungspech ein. Zwar sind bis auf Petar Zivkovic alle Drachen einsatzbereit, mit Marko Kolaric (Knöchel) Dragisa Najdanovic (Wade) sind aber zwei Leistungsträger nach wie vor angeschlagen und noch nicht bei hundert Prozent. Umso erfreulicher der Aufschwung bei den Jungen: Lukas Knor ist nach einer Erkrankung wieder fit, Ismail Chrigui schrieb elf Punkte an und Fran Selakovich sowie Emil Frantsich finden immer besser ins Spiel.

Am Samstag (18 Uhr) geht es zuhause gegen die Innsbruck Raiders, die „den wohl tiefsten Kader der Liga mit acht Legionären und Österreichern mit Superliga-Erfahrung“ aufweisen. Von der Implosion der Dornbirn Lions haben die direkten Gegner in der Tabelle profitiert und den Kader stark aufgebessert.