Prosenik in Siegendorf: „Waren lange an ihm dran“. Der Leader und Titelfavorit hat sich mit Stürmer Philipp Prosenik vom FAC einen ganz dicken Fisch geangelt. „Wenn er uns nicht helfen kann, dann wohl niemand mehr.“

Von Philipp Frank. Erstellt am 22. Januar 2020 (02:56)
Neu in Siegendorf. Präsident Peter Krenmayr, Andi Dober, Trainer Josef Kühbauer und Sektionsleiter Harald Mayer (v.l.) mit Neuzugang Philipp Prosenik (M.).
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Es ist sicherlich der Transferkracher in der Winterübertrittszeit im Burgenland: Der ASV Siegendorf verstärkt sich mit einem Ex-Bundesliga-Kicker. Die Rede ist von Philipp Prosenik. Der 26-jährige Stürmer, der bereits für Chelsea, Milan, Rapid, WAC, Mattersburg, Ried oder den FAC kickte, unterschrieb beim Tabellenführer der Burgenlandliga einen Vertrag über eineinhalb Jahre und soll die Mannschaft von Trainer Josef Kühbauer in die Regionalliga Ost schießen.

Dober hat den Deal mit Prosenik eingefädelt

„Wenn er uns nicht helfen kann, dann wohl niemand mehr“, scherzte Siegendorfs Sektionsleiter Harald Mayer, der sich sehr über den Neuzugang freut: „Wir waren schon lange an ihm dran. Jetzt hat es endlich geklappt. Andi Dober hat den Deal eingefädelt, Präsident Peter Krenmayr hat dann alles eingetütet.“

Der besagte Klubboss meinte wiederum zum Deal: „Wir haben dringend einen neuen Stürmer gesucht, da auch Simon Buliga gerade seinen Zivildienst beim Roten Kreuz absolviert. Da wissen wir auch nie genau, wie er seine Dienste hat. Prosenik war unser Wunschstürmer, wir hatten nur losen Kontakt zu zwei weiteren Kandidaten, aber er war unsere Nummer-Eins-Wahl.“

Der prominente Neuzugang hat am Freitag seinen Vertrag beim FAC aufgelöst und war bereits am Montag beim ersten Training im Landessportzentrum VIVA in Steinbrunn, wo die Siegendorfer jeden Montag in der Vorbereitung ihre Einheiten abhalten. „Die Gespräche mit Dober und Präsident Krenmayr haben mich überzeugt. Siegendorf ist ein gut geführter Verein, jetzt beginnt ein anderer Abschnitt in meinem Leben. Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, so Philipp Prosenik.

Die Siegendorfer haben mit dieser Neuverpflichtung nun ihr Transferprogramm abgeschlossen. Neben Dober, Florian Frithum, Bastian und Niklas Lehner, wurden auch die Verträge von Marcel Wölfer und Oliver Augustini bis 2022 verlängert.

Fünf Minuten für eine Vertragsverlängerung

„Ich will das nur einmal festhalten, wie die Vertragsverhandlungen bei uns ablaufen. In fünf Minuten sind wir fertig. Die Spieler fühlen sich bei uns wohl, wir haben eine gute Chemie und gute Stimmung in der Mannschaft. Die nächsten Verlängerungen werden in den nächsten beiden Wochen bekannt gegeben werden“, so das ASV-Vereinsoberhaupt. „Wir haben nur einen Legionär im Team und werden die Mannschaft noch lange zusammenhalten – das ist uns ganz wichtig“, stellt Krenmayr klar.

Das erste Testmatch beim Wiener Sportklub musste allerdings von Siegendorfer Seite abgesagt werden. „Wir hätten nur zehn gesunde Spieler inklusive Tormann gehabt. Das hätte gegen den Sportklub keinen Sinn gemacht, deswegen haben wir das Testmatch kurzerhand absagen müssen“, stellte Sektionsleiter Harald Mayer klar.