Töltl nicht mehr Neufeld-Coach

Erstellt am 21. Januar 2022 | 02:11
Lesezeit: 3 Min
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Mario Töltl ist nicht mehr länger Trainer des ASV Neufeld. Künftig übernehmen Matthias Wachter und Ewald Boandl das Coaching.
Foto: Frank
Der Vorstand des Vereins hat sich dazu entschlossen, diesen Schritt zu wagen. Matthias Wachter und Ewald Boandl werden das Traineramt übernehmen.
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Im Jänner 2020 schmiedete man an einem Fünf-Jahres-Plan, der dabei helfen sollte, den ASV Neufeld wieder weiter nach oben zu bringen. Mario Töltl sollte dabei das Traineramt übernehmen und mit seiner professionellen Philosophie den Verein zu Erfolgen führen. Es wurden daraufhin einige Spieler verpflichtet, um den Kader zu verstärken, allerdings musste diese doch zusammengewürfelte Truppe erst zusammenfinden, was aufgrund von einigen Ausfällen zur Hercules-Aufgabe wurde.

„Ich konnte in 21 Spielen kein einziges Mal mit der gleichen Mannschaft auflaufen wie die Woche zuvor“, erzählte Töltl. Phasenweise brachten die jungen Kicker die Vorstellungen des damaligen Trainers auf den Platz, leider jedoch viel zu selten, was dazu führte, dass man in der Hinrunde weit hinter den Erwartungen des Vorstands lag. „Uns fehlte ganz einfach die Erfahrung.“

„Wollen wieder mehr Neufelder zurückbringen!“

Nach den vielen Abgängen im Winter, wollte sich Mario Töltl unbedingt verstärken, um für die Rückrunde konkurrenzfähig zu sein. „Ich habe dem Vorstand einen Vorschlag nach dem anderen gemacht, allerdings wurde keiner meiner Ideen nachgegangen“, wie der Ex-Coach beim Blick zurück erzählte.

Bis zur letzten Besprechung sei jedoch trotzdem alles auf Kurs gewesen. „Das letzte Wochenende war dann mehr als nur sonderbar. Ich konnte den Vorstand nicht erreichen, bis ich die Information bekam, dass eine außerordentliche Vorstandssitzung für Dienstag geplant wäre. Spätestens da hatte ich eine Vorahnung, jedoch war ich von der Umsetzung sehr enttäuscht, denn nach all der Mühe und der vielen Zeit, die ich in den Verein gesteckt habe, dann per Telefon zu erfahren, dass sie nicht länger mit mir planen, habe ich nicht verdient. Ich bin der Meinung, dass so etwas von Angesicht zu Angesicht besprochen werden sollte. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich dem Verein für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg wünsche“, so Töltl.

„Vielleicht wollte ich auch einfach zu viel.“

Der 48-Jährige wolle sich nun den Wunsch erfüllen, in einer höheren Liga zu trainieren, um seine Philosophie auch umsetzen zu können. „Vielleicht wollte ich auch einfach zu viel.“ Der Obmann des Vereins, Michael Lampel, fand jedenfalls nur lobende Worte für den nunmehrigen ehemaligen Coach:

„Mario ist ein toller Trainer und ich bin der Meinung, dass er in der 2. Liga oder der Burgenlandliga besser aufgehoben wäre, denn seine Ansichten und Pläne sind super, allerdings hier in Neufeld nicht umsetzbar, deshalb und auch aufgrund dessen, dass vieles nicht mehr zusammengepasst hat, haben wir uns dazu entschieden, diesen Schritt zu machen.“ Matthias Wachter und Ewald Boandl werden nun bis Sommer die Trainerstelle bekleiden, außerdem werde die Mannschaft für die Rückrunde zu 90 Prozent aus Neufeldern bestehen.