Audi Circuit: Gute Bilanz im Schilfgürtel. Zahlreiche Profis, Hobby-Spieler und die besten Amateure Österreichs gingen im Rahmen des ersten Pro-Am-Turniers in Donnerskirchen seit Jahrzehnten über die 18 Löcher.

Von Daniel Fenz, Malcolm Zottl und Peter Wagentristl. Erstellt am 19. Juni 2020 (02:13)
Erfolg. Die zweiplatzieren Ralph Leitner, Sarah Schober, Christine Wolf und Oliver Rath (v.l.) mit Sieger Lukas Lipold (Mitte).
GEPA/Audi Circuit

Vergangene Woche machte der Audi Circuit die Anlage in Donnerskirchen zum Golf-Nabel Österreichs. Beim zweiten von vier Turnieren waren neben einigen Profis auch die 16 besten Amateure des Österreichischen Golf Verbandes (ÖGV) und zahlreiche Hobby-Spieler am Platz. Aus dem Burgenland spielten dabei Markus Habeler, Isabella Holpfer und Uli Weinhandl um den Sieg mit. Platz eins holte sich dabei aber der Salzburger Lukas Lipold, der auf dem Par-72-Kurs nach 64 Schlägen (acht unter Par) fertig war. Damit erarbeitete er sich einen deutlichen Vorsprung vor seinen sechs Verfolgern, die jeweils vier Schläge mehr benötigten (68 Schläge, vier unter Par).

Mit dem Sieg in Donnerskirchen holte er nicht nur einen Scheck über 2.200 Euro, sondern verbesserte sich auch von Platz 20 in der Gesamtwertung der Profis auf Platz drei. In Führung liegt Christine Wolf mit elf unter Par und 133 Schlägen, knapp vor Oliver Rath (135 Schläge, neun unter Par). Die drei Burgenländer beim Audi Circuit ziehen zur Halbzeit eine gemischte Bilanz. Unzufrieden ist etwa der Oberwarter Uli Weinhandl, für den die ersten zwei Turniere „nicht nach Wunsch gelaufen sind. Ich hätte mir mehr erhofft“, so der Profi aus Oberwart. Der Fokus liegt für ihn aber bereits auf den anstehenden Staatsmeisterschaften von 18. bis 21. Juni in Zell am See, wo er sich schon auf „das Messen mit den Jungs aus der Ersten Liga“ wie Bernd Wiesberger oder Matthias Schwab freut.

Turnier als Vorbereitung für Staatsmeisterschaft

Der Neudörfler Markus Habeler startete trotz der Nähe zum Wohnort nicht mit Heimvorteil, da der 27-Jährige den Kurs am Neusiedler See längere Zeit nicht mehr absolviert hatte. Die Rückkehr war aber absolut positiv: „Es hat richtig Spaß gemacht mal wieder im Burgenland zu spielen. Der Platz war in einem super Zustand, da haben sie wirklich tolle Arbeit geleistet.

Auch in dem Flight, in dem ich war, ist es sehr lustig zugegangen.“ Sportlich war der GC Föhrenwald-Golfer gar nicht unzufrieden, auch wenn das Ergebnis mit Par (72 Schläge) anderes vermuten lassen würde. Das Malheur des Tages passierte Habeler an Loch acht, ein Triple-Bogey machte ein Top-Ergebnis auf der Scorekarte zunichte. „Das haut dir den Score komplett zusammen. Unterm Strich ist es das gleiche Ergebnis, aber es ist dennoch besser, wenn es an einem Schlag liegt und sich das Problem nicht über mehrere Löcher verteilt.“

Isabella Holpfer hatte schon vor dem Turnier in Donnerskirchen Grund zum Feiern: Am 8. Juni hat sie ihre Maturanoten erfahren und ist nun offiziell mit der Schule fertig. In den Wintermonaten hat sich die Südburgenländerin aber nicht nur auf die Matura vorbereitet, sondern auch einige Schwungumstellungen mit ihrer Trainerin Nicole Gergely vom österreichischen Nationalteam vollzogen. „Im Training funktionieren diese Umstellungen schon ziemlich gut, nur während einem Turnier vertraue ich meinem neuen Schwung noch nicht ganz. Daher ist es für mich in dieser Zeit einfach wichtig, dass ich so viele Turniere wie möglich spiele“, ist Holpfer auch mit einem Ergebnis von zwei über Par (74 Schläge) nicht unzufrieden.

Der Fokus liegt auch bei der Olbendorferin bereits auf den Staatsmeisterschaften. Ihr Ziel für das nächste Großevent ist es, „einfach diese Umstellungen im Turnier umzusetzen und dann werde ich sehen, was rauskommt.“ Für Standortleiterin Irene Wiedermann vom GC Donnerskirchen war das Event „ein toller Erfolg und gute Werbung für unseren Platz. Wir freuen uns, dass wieder einmal so viel Prominenz bei uns war.“ Nächsten Mittwoch und Donnerstag wird der Audi Circuit mit der finalen Doppelrunde beim GC Murhof beendet.