Kuchelbacher-Rückzug aus Euro-Serie

Erstellt am 29. November 2022 | 02:39
Lesezeit: 2 Min
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Kuchelbacher verabschiedete sich  von der NASCAR, bleibt dem Motorsport aber erhalten. 
Foto: BVZ
Am 28. Oktober fuhr der Großhöfleiner Andreas Kuchelbacher sein letztes NASCAR-Rennen in Grobnik.
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Andreas Kuchelbacher zieht sich nach zwei zehrenden Saisonen aus der NASCAR Euro-Serie zurück. Die Saison 2021 schloss er auf dem fünften, 2022 auf dem sechsten Gesamtrang ab. „Diese letzten zwei Jahre waren total frustrierend, denn ich habe höhere Ansprüche an mich selber. Ich habe inzwischen auch zwei Firmen. Das ist sehr zeitintensiv und bei zu wenig Vorbereitung fehlt einfach etwas“, erklärt der Rennfahrer aus Großhöflein.

Die aktuelle Saison hatte Höhepunkte, aber auch einige böse Überraschungen für den 43-Jährigen. Beim Saisonauftakt in Valencia erkämpfte er sich den dritten Platz, in Vallelunga kamen sein Fahrzeug und er leider ins Schleudern und damit auf den achten Platz. Beim Rennen in Most raste Kuchelbacher dann nur knapp am Sieg vorbei. Es sollte sein letzter Stockerlplatz für 2022 bleiben. In Zoldern konnte er nach zwei Wochen Corona nur einen siebten Platz erstreiten. Beim letzten Saisonrennen in Grobnik kam es zu einem technischen Gebrechen: Das neu eingebaute Getriebe seines Fahrzeuges zerriss.

Nun sieht er seinen Rückzug aus der Euro-Serie vor. 2016 stieg er dort ein und wurde 2017 mit Renauer Motorsport Champion. 2018 sowie 2019 wurde er zuerst mit Alex Caffi Motorsport, dann mit Speedhouse Racing Gesamtdritter. Insgesamt konnte er 14 Podiumsplätze im NASCAR gewinnen. Jetzt verlässt er die NASCAR, als Pilot kann man ihn im Jahr 2023 bei dem einen oder anderen Langstreckenrennen aber dennoch erwarten.

Auch eine Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Dubai scheint nicht ausgeschlossen. Wenn, dann aber erst 2024, denn die Vorbereitungen gehen sich „für 2023 nicht mehr aus“. Im Langstreckenbereich kann Kuchelbacher bereits auf Erfahrung und Erfolge zurückblicken. „Langstreckensport kannst du länger ausführen. Bei Sprints ist es doch schwerer mitzuhalten. Mit zunehmendem Alter ist es einfach so. Die Fliehkräfte, die spürst du dann.“