Ein Wechselfehler mit fatalen Folgen?. Beim 4:0-Heimsieg gegen den SV Sankt Margarethen passierte den Oberpetersdorfern möglicherweise ein folgenschwerer Fehler.

Von Michael Heger. Erstellt am 22. Oktober 2020 (01:23)
Bitter. FSG-Trainer Markus Schmidt muss trotz klarem 4:0-Sieg um die Punkte aus dem Sankt Margarethen-Match zittern.
BVZ

Es geschah ungefähr zwei Minuten vor Ende des Spiels des SV Sankt Margarethen in Oberpetersdorf: Beim Stand von 4:0 wechselte das Heim-Team, denn der junge Philipp Reisner sollte noch zu Einsatzminuten kommen. Ein fataler Fehler, da dies schon den vierten Wechsel der FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach bedeutete, und dieser somit nicht mehr stattfinden hätte dürfen.

Zur Erklärung: Seit dieser Saison sind, so wie auch in den großen internationalen Ligen, fünf Wechsel erlaubt, diese müssen jedoch auf drei Wechselphasen aufgeteilt werden. Wenn ein Wechsel in der Halbzeitpause durchgeführt wird, gilt dies nicht als zusätzliche Wechselphase, wäre also ein vierter Wechsel-Zeitpunkt möglich. Um fünf Spieler tauschen zu können, muss es also mindestens einen Doppelwechsel geben.

Nach Ende des Spiels, das die FSG klar mit 4:0 gewonnen hatte, machten laut Oberpetersdorfer Angaben die Spieler des Gästeteams aus Sankt Margarethen den Schiedsrichter auf den Umstand des vierten Wechsels aufmerksam. Dieser musste den Fehler natürlich beim Burgenländischen Fußballverband (BFV) melden und somit wird dieser heute, Donnerstag, im Rahmen der Sitzung des Straf- und Meldeausschusses behandelt. Von einer Geldstrafe bis hin zur Strafverifizierung (0:3) ist laut Angaben von BFV-Geschäftsstellenleiter Karl Schmidt alles möglich. Bei der FSG gibt man sich kämpferisch: „Wir vertreten den Standpunkt, dass dieser Wechsel das Spiel nicht beeinflusst hat, gehen nicht von einer Strafverifizierung aus“, erklärte Vorstandsmitglied Roman Schöll.

„Nicht einmal einen Blumenstrauß verdient“

Parallel dazu zeigte man sich bei Sankt Margarethen vorerst zurückhaltend. „Wir mischen uns da nicht ein, akzeptieren jedes BFV-Urteil. Fakt ist aber, dass Oberpetersdorf viermal gewechselt hat, mehr kann ich nicht dazu sagen. Von der Leistung her haben wir uns nicht einmal einen Blumenstrauß verdient. Weniger als null Punkte können wir ja nicht holen. Das war wirklich katastrophal“, meinte Sankt Margarethens Obmann-Stellvertreter Günter Welz dazu.