Die Ruhe vor dem Sturm. Der vor einiger Zeit erfolgte Abbruch der niederösterreichischen Ligen betraf auch die Kickerinnen des SV St. Margarethen. Ab 19. Mai starten sie wieder voll durch.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 06. Mai 2021 (01:23)
Annulierung. Wie bereits im Vorjahr wird die heurige Saison für den SVM abgebrochen, es gibt keine Meister und keine Auf- und Absteiger.
zVg, zVg

Niederösterreichs Fußballverband brach Mitte April als erster Landesverband den Spielbetrieb ab. Das betraf somit auch den SV St. Margarethen, die Damen aus dem Greabochstadion kicken aktuell in der niederösterreichischen Gebietsliga Industrieviertel. Ergo wurde die Saison annulliert, es gibt keine Auf- und Absteiger. Der Blick auf die Tabelle stimmt für die Zukunft jedenfalls zuversichtlich, fünf Jahre nach dem ersten Ankick für das Damenteam des SVM ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Nach einer durchwachsenen (und ebenfalls annullierten) Saison 2019/2020 stehen die St. Margarethenerinnen beim Abbruch der aktuellen Saison auf Platz sieben.

„Traurig sind wir schon, wir hätten gerne weiter gespielt und uns noch weiter nach vorne verbessert“, erklärt Kapitänin Anna Granabetter. „Aber so ist es vernünftiger, es hätte keinen Sinn gehabt, mit aller Gewalt weiterzumachen. Die Verletzungsgefahr ist doch hoch, man braucht eine vernünftige Saisonvorbereitung.“ An der Motivation für die kommende Saison ändere der Abbruch nichts.

„Wenn wir so weiterarbeiten, wie bis jetzt in der Vorbereitung, dann ist noch einiges möglich.“ Aktuell ruhen die Bälle im Greabochstadion noch, ab 19. Mai starte man aber voll durch, „mit drei bis vier Trainings pro Woche“. Bisher mussten die SVM-Damen mit Individualtraining Vorlieb nehmen, um den sozialen Zusammenhalt im Team aufrecht zu halten, gab es im Anschluss an die Trainings mehrmals Zoom-Meetings zur Nachbesprechung. „Das war uns wichtig“, betont Granabetter die soziale Komponente. Bei der körperlichen Fitness gebe es nach den „schon sehr intensiven“ Individualtrainings keine Abstriche, „am Platz mit dem Ball sind die Bewegungen aber doch andere“, rechnet die SVM-Kapitänin mit Muskelkater zum Trainingsstart.