Samuel Dinges wartet auf Freigabe. Der Neufelder Samuel Dinges darf als Kader-Athlet trainieren, Wettkämpfe in Österreich gibt es aber derzeit keine.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 25. April 2021 (02:22)
Gelenkig. Samuel Dinges trainiert in Traiskirchen für die Zeit nach Corona.
zVg, zVg

Kaum eine Sportart blieb von der Pandemie unbeeinflusst, besonders schlimm traf es aber die Kampfsportler. Kontaktsport ist seit Beginn der Pandemie in der Warteschleife.

Für Samuel Dinges aus Neufeld heißt es daher „bitte warten“ statt „Ring frei“. Er trainiert bei der Taekwondo Akademie Pugnator in Traiskirchen und hat sich dort bereits einen Platz im niederösterreichischen Landeskader und sogar im Olympia-C-Kader erkämpft. Zu vielen Einsätzen kam der 18-jährige Fighter aber seither nicht.

„Es gibt zwar Bewerbe im Ausland, aber da traut sich niemand so richtig drüber“, erklärt Vater Michael Dinges wehmütig. In Österreich gibt es keine Turniere, 2020 war Dinges nur bei den Staatsmeisterschaften am Start.

Corona kostet Dinges Start bei Junioren-WM

Besonders bitter für das Kampfsport-Talent: Eigentlich hatte Dinges bereits fix ein Ticket für die Junioren-Weltmeisterschaft 2020 in der Tasche und malte sich dort Chancen auf einen Spitzenplatz aus. Allerdings wurde das Großevent pandemiebedingt auf 2021 verschoben. „Da der 1. Jänner als Stichtag gilt, ist Samuel bereits zu alt und darf daher nicht mehr bei den Junioren-Weltmeisterschaften starten“, erzählt Dinges senior zähneknirschend. „Aber so ist das Leben, man muss nach vorne blicken.“

Das macht auch Sohn Samuel, der sich bereits auf die nächste Aufgabe fokussiert: die Qualifikation für EM und WM der Allgemeinen Klasse. „Der Niveauunterschied von den Junioren zu den Erwachsenen ist allerdings enorm.“

Vor allem in Anbetracht der langen Wettkampf-Pause. „Im härtesten Lockdown blieb Samuel überhaupt nur die Matte in der Garage als Trainingsort. Wir hoffen, dass ab Mai wieder gekämpft werden kann“, bleiben die Dinges zuversichtlich. Wie es um die aktuelle Form steht, sei schwer zu sagen. Trainingskämpfe könne man nämlich nicht mit echten Wettkämpfen vergleichen.