Der Aufstieg verlieh David Pichler Flügel

Erstellt am 18. August 2022 | 02:52
Lesezeit: 3 Min
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Aufwind. David Pichler spielte in Ystad sein bestes Turnier in dieser Saison. In EIndhoven möchte er an die starke Leistung anknüpfen.
Foto: Heger
Der Osliper David Pichler stieg mit seinem Verein in die deutsche Bundesliga auf und spielte sein stärkstes Turnier in dieser Saison.
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Immer wieder hatte David Pichler heuer Phasen, in denen es überhaupt nicht lief. Etwa Anfang Mai, als er in Kairo im Einzel zweimal hintereinander in Runde eins scheiterte. Dieser Tage ist all das vergessen. Anfang des Monats feierte Pichler mit dem TP Versmold den Aufstieg in die deutsche Bundesliga. „Das hat mir viel gegeben. Ich habe in der 2. Bundesliga eigentlich immer gut gespielt und konnte da viel Selbstvertrauen tanken“ sagt Pichler im Gespräch mit der BVZ.

Direkt vom letzten Liga-Spiel in Bremen ging es zum M25-Turnier in Ystad (Schweden). In Runde eins besiegte er dort am Montag vergangener Woche den Italiener Luigi Sorrentino deutlich in zwei Sätzen. Auch der Schwede Olle Wallin wurde in der nächsten Runde nicht zum Problem, obwohl Pichler in seinen ersten beiden Partien mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Erkrankt war auch sein Viertelfinalgegner, der als Nummer eins gesetzte Deutsche Louis Wessels. Beim Stand von 6:3, 4:1 für Pichler waren dessen Kräfte vollständig geschwunden und er musste aufgeben. „Wessels ist einer meiner Teamkollegen beim TP Versmold“ erklärt Pichler. „Irgendwie dürften wir uns dort gegenseitig angesteckt haben. Das ist mir in dieser Partie zugutegekommen.“

Das Semifinale gegen den Schweden Jonathan Mridha wurde zum Kampf: Pichler verlor den ersten Satz, glich danach aber aus, entschied den dritten Satz deutlich mit 6:1 für sich und zog damit ins Endspiel ein. Dort wurde er vom 20-jährigen Franzosen Mathys Erhard im ersten Satz mit 0:6 abgestraft, konnte danach aber wie im Semifinale ausgleichen.

Den entscheidenden dritten Satz verlor Pichler schließlich mit 5:7. „Nachdem ich zunächst chancenlos war, habe ich mich gut zurückgekämpft. Am Ende haben ein paar Punkte zu seinen Gunsten entschieden“ so Pichler. Im Doppel erreichte der Osliper gemeinsam mit Einzel-Erstrundengegner Sorrentino das Halbfinale. Dort hatten die beiden gegen Pichlers Landsmann Sandro Kopp und den Niederländer Mick Veldheer aber das Nachsehen.

Insgesamt sei es zwar „sehr schade“ gewesen, den Turniersieg im Einzel so knapp zu verpassen, am Ende überwog aber die Freude über die starken letzten Wochen. „Ich bin gut in Form, das gibt mir Auftrieb“ so Pichler.