Olympia rückt für Segler näher. Das Großevent erfordert nicht nur sportlich, sondern auch logistisch eine penible Vorbereitung. Die ersten Container mit Technik und Zubehör sind bereits verschifft.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 06. März 2021 (02:33)
Leinen los. Tanja Frank (l.) und Lorena Abicht (r.) nehmen derzeit Kurs auf Lanzarote, wo Ende März der erste große Wettkampf des Jahres am Kalender steht.
zVg OeSV

Zum Segeln gehört weit mehr als nur ein Boot. Der Österreichische Segel-Verband (OeSV) nimmt zu den Olympischen Spielen nämlich gleich ein ganzes Technologie- und Forschungszentrum mit.

Ermöglicht wurde die mobile Einheit auch durch eine Förderung des Sportministeriums. Mittlerweile ist das technische Zubehör bereits auf dem Weg von Hamburg nach Japan. In zweineinhalb Monaten soll das mobile Technologie- und Forschungszentrum im Olympia-Revier von Enoshima eintreffen. Dort dient es den rot-weiß-roten Seglern auch als Stützpunkt für die finale Phase der Vorbereitung.

Die österreichische Delegation für Japan ist rot-gold geprägt: Sportdirektor Matthias Schmid, ehemals beim Yachtclub Breitenbrunn (YCBb) aktiv. Für das Nacra17-Duo Thomas Zajac vom Burgenländischen Yacht Club (BYC) aus Rust und Barbara Matz (YCBb) sowie die 49er-Segler Tanja Frank und Lorena Abicht vom Union Yacht Club Neusiedler See (UYCNs) stand in den vergangenen Tagen viel Logistik an.

„Das Prozedere ist für uns alle eine sehr große Challenge: Auf der einen Seite wollen wir das bestmögliche Equipment so früh wie möglich im Olympia-Revier haben, auf der anderen Seite braucht es auch hier in Europa für die Trainings noch entsprechendes Material“, erklärt Sportdirektor Schmid.

Frank/Abicht reisen nach Lanzarote

Frank und Abicht haben ihren Kopf allerdings schon ganz woanders: Für sie steht in Lanzarote der erste große Wettkampf des Jahres am Programm. Von 23. bis 28. März geht es für die beiden auf den Kanaren aber weniger um Medaillen, als um eine „wichtige Standortbestimmung. Mit Ausnahme der Boote aus Ozeanien werden die besten Teams teilnehmen, da es für alle eine der wenigen Chancen auf Wettkämpfe ist. Wir werden im Training zu den Speedtests zurückkehren“, schildert Abicht vorfreudig. Für sie ist es eine Premiere in den Gewässern vor der spanischen Insel.

Von 3. bis 10. April ist bereits der nächste Einsatz geplant: „Es ist gut, für die nächsten eineinhalb Monate einen Plan zu haben. Wie es danach weitergeht, können wir jetzt noch nicht sagen. Wir werden auf jeden Fall so flexibel wie möglich bleiben. Kurz vor den Olympischen Spielen ist das ein eigenartiges Gefühl“, gibt Frank einen Einblick in die Vorbereitungsphase.