Prükler gab ihr Debüt bei Ironman Austria. Triathletin Veronika Prükler absolvierte in Kärnten ihren ersten Ironman. Sie lief dabei einen Marathon — nach 180 Kilometern am Rad und 3,86 Kilometern im Wasser.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 17. Juli 2019 (01:57)
zVg
Die Steinbrunner Triathletin Veronika Prükler bei ihrer Ironman-Premiere in Kärnten mit der vierfachen Weltmeisterin aus der Schweiz, Daniela Ryf.

Über 2.500 Teilnehmer waren heuer bei Österreichs größtem Ironman-Event am Start, darunter auch Veronika Prükler aus Steinbrunn. Die ehemalige Mittelstreckenläuferin wagte sich dabei erstmals über die volle Distanz — 3,86 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer am Rad und abschließend ein Marathon (42,125 Kilometer) zu Fuß.

Bei ihrem Debüt startete sie mit einer souveränen Zeit für die Schwimmstrecke, nach 1:07:10 Stunden stieg sie als Vierte ihrer Altersklasse auf das Fahrrad um. Die Radstrecke führte dabei über 1500 Höhenmeter, der herausforderndste Anstieg erwartete die Starter dabei erst nach 152 Kilometern, also mit bereits brennenden Oberschenkeln.

Mehr Hitze, weniger Kraft

„Die Stimmung war auf der ersten Radrunde um einiges besser als auf dem bekannten zweiten Teil. Womöglich auch deshalb, weil hier der Ironman das erste Mal vorbeiführte und die Anrainer das ausgiebig feierten“, ließ Prükler das Rennen Revue passieren.

Bei zunehmender Hitze und abnehmenden Kraftreserven musste sie nach hundert Kilometern das Tempo etwas drosseln. Angespornt durch das herannahende Gewitter biss die rot-goldene Triathletin jedoch durch und startete nach 5:30:24 Stunden am Rad als Dritte bei den Damen zwischen 30 und 34 Jahren auf der Laufstrecken.

Auf den letzten 20 Kilometern wurde mir richtig bewusst, wie sehr Erfolg von mentaler Stärke abhängig ist. Ich wollte keinesfalls den zweiten Platz abgeben und kämpfte wie eine Löwin. Schlussendlich hat es sich ausgezahlt"Veronika Prükler

Nach nur vier Kilometern holte sie trotz konstanter Pace das Gewitter ein, „teilweise kam mir der Regen waagrecht entgegen“, so widrig waren die Bedingungen. Das Rennen wurde dennoch fortgesetzt, nach der halben Laufstrecke hatte Prükler noch Reserven.

„Auf den letzten 20 Kilometern wurde mir richtig bewusst, wie sehr Erfolg von mentaler Stärke abhängig ist. Ich wollte keinesfalls den zweiten Platz abgeben und kämpfte wie eine Löwin. Schlussendlich hat es sich ausgezahlt“, freute sich die Steinbrunner Triathletin über das geglückte Debüt.

Mit einer Laufzeit von 3:29:56 Stunden überquerte sie schließlich als Drittbeste ihrer Altersklasse die Ziellinie. Prükler war somit fünftbeste Österreicherin und Zwölfte in der Gesamt-Damenwertung.