Die Dart-Pfeile fliegen wieder. Trotz Lockdowns wird bei einigen Turnieren auf die Kork- und Plastikscheiben gezielt. Die drei Größten des rot-goldenen Dartsports trafen vor den Events in Eisenstadt zusammen.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 30. Januar 2021 (02:11)
Trio. DC Burgenland-Obmann Michael Rasztovits, FECS-Präsident Alfred Söls und Dart-Weltstar Mensur Suljovic (v.l.) im BDSZ Eisenstadt.
zVg

Mit einem der besten Dartspieler der Welt und einem, der den Sprung in die Weltspitze schaffen möchte, sowie dem Präsidenten des europäischen Dartverbandes (FECS) ist „die kleinste Großstadt der Welt“ im Dartsport überraschend wichtig.

Gemeint sind DC BurgenlandObmann Michael Rasztovits, FECS-Präsident Alfred Söls und Dart-Weltstar Mensur Suljovic. Sie freuen sich auf spannende Turniere trotz des Lockdowns.

„Rasto“ spielt um Ticket für PDC Tour

Für Michael „Rasto“ Rasztovits geht es bei der „PDC Qualification School“ in London um ein Ticket für die wichtigste Dartserie der Welt. „Das wäre natürlich der Hammer“, kann der nach Eigendefinition „Dart-Verrückte“ die Vorfreude kaum verstecken. Die Chancen schätzt Söls gut ein, wenngleich nicht Rasztovits´ Paradedisziplin gespielt wird. „Im E-Dart ist „Rasto“ sicher einer der Besten der Welt —

da fährt die Eisenbahn drüber“, ist Söls zuversichtlich und erinnert sich an das EM-Finale zwischen Suljovic und Rasztovits: „Sowas hab ich noch nie gesehen, die haben sich auf einem unglaublichen Niveau duelliert.“

Die Covid-Präventionsmaßnahmen beim Event in London sind dabei enorm. Es muss ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden. Dann geht es für die Dauer des Turniers in eine „Bubble“. Die Spieler dürfen das Hotel in dieser Zeit nicht verlassen, auch hinein darf keiner. „Die Spieler nehmen sich sogar Dartscheiben mit, damit sie im Zimmer trainieren können“, schildert der FECS-Präsident. Gespielt wird bei der „Q School“ einmal in Niederhausen bei Frankfurt. Die Vorbereitung lief jedenfalls wie geschmiert. Wie schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 zeigt sich Michael Rasztovits beim Online-Dart in blendender Verfassung. Der Oberpullendorfer geht aktuell bei den Turnieren der C.O.V.I.D. Winter Season an den Start und konnte sich dabei stetig verbessern.

Nach drei Turnieren stehen ein Achtelfinale, ein Viertelfinale und ein Sieg zu Buche. Diesen fixierte Rasto am vergangenen Sonntag in einem dramatischen Endspiel gegen John Williams-Jones. Der Waliser lag im Finale nämlich schon mit 5:1 in Front, ehe der Mittelburgenländer richtig in Fahrt kam. „Bei 6:5 habe ich sogar drei Match-Darts auf 7:5 vergeben“, schmunzelt Rasto. Im entscheidenden Leg behielt der Oberpullendorfer nämlich die Nerven und setzte sich mit 7:6 durch. Auch in den kommenden Wochen wird Rasztovits online in seinem Keller gegen Gegner aus der ganzen Welt antreten.

Mensur Suljovic, dessen Karriere von Eisenstadt bis in den Dart-Olymp führte, ist unterdessen am Weg zu einem der wichtigsten Dart-Events der Welt, den PDC Masters, wo nur die 24 Besten der Welt starten dürfen.