Zwei Leichtathletik-Talente im Aufwind. Ein Neufelder und eine Trausdorferin mischten um die Titel mit.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 17. Juni 2021 (01:07)
My Post
zVg

Nach dem Frühjahrsmeeting des Laufteam Burgenlands und den Austrian Open der Leichtathletik Akademie stand mit den U23-Meisterschaften auch noch ein drittes Großevent für die heimischen Leichtathleten am Kalender. Caroline Bredlinger (Laufteam) und Niklas Strohmayer-Dangl (Leichtathletik Akademie) feierten dabei Erfolge.

Hürdenspezialist Strohmayer-Dangl ging dabei in seiner Paradedisziplin über 400 Meter an den Start und musste sich nur dem Staatsmeister geschlagen geben. „Ich bin mit dem zweiten Platz sehr zufrieden. Jedoch ist die Leistung noch ausbaufähig“, zieht das Aushängeschild der Leichtathletik Akademie gemischte Bilanz. Seine Leistung „spiegelt das wider, was ich in den letzten Wochen trainieren konnte. Dazu kamen noch sehr schwierige Windbedingungen. Im Großen und Ganzen war es ein passabler Saisoneinstieg für mich.“ Als nächstes warten die Staatsmeisterschaften in Graz auf den Neufelder.

Sogar für den Meistertitel reichte es unterdessen bei Caroline Bredlinger. Sie gewann in Salzburg souverän die Goldmedaille über 800 Meter und verteidigte mit einem Start-Ziel-Sieg den Titel aus dem Vorjahr. „Normalerweise sind Meisterschaftsrennen ja eher sehr taktische Rennen. Jedoch habe ich mir diesmal gedacht, ich laufe gleich von Anfang an mein Tempo weg, um den Titel durch mögliches ,falsches‘ Taktieren nicht zu gefährden“, analysiert Bredlinger.

Mit einer Zeit von 2:13,46 Minuten lief sie von Beginn an ein einsames Rennen an der Spitze und deklassierte die gesamte Konkurrenz mit über drei Sekunden Vorsprung. „Mit meiner Leistung am Wochenende bin ich schon recht zufrieden. Da Laura Ripfel (die in Eisenstadt vor Bredlinger den Sieg holte; Anmerkung BVZ) leider nicht dabei war, hatte ich eben nicht so starke Konkurrenz — ohne natürlich die Leistungen der anderen Mädels schmälern zu wollen, sie sind alle echt toll gelaufen“, vermisste Bredlinger ihre ewige Konkurrentin Ripfel: „Laura und ich sind im Moment, würde ich behaupten, ziemlich gleich schnell. Es ist bei uns meistens so, dass diejenige den Kürzeren zieht, die die ersten 600 Meter das Tempo macht und die Entscheidung erst im Schlusssprint fällt.“

Am Sonntag geht es für Bredlinger nach Regensburg. „Ich hoffe, dort von dem größeren Starterfeld gezogen zu werden und vielleicht eine neue persönliche Bestzeit laufen zu können“, so die Trausdorferin. Danach stehen auch für sie bereits die Staatsmeisterschaften in Graz am Kalender. „Da bin ich schon gespannt, wer die Nase vorne haben wird. Das kann ich momentan nur schwer einschätzen.“