Das Stremer Aus ist endgültig besiegelt. Der UFC Strem, der im Sommer 2020 seinen Verein stilllegte, wird in weiterer Folge seinen Betrieb gänzlich einstellen.

Von David Marousek. Erstellt am 01. April 2021 (06:06)
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Warum sich die Wappen der Stremer und des FC Barcelona so ähneln, das weiß Sektionsleiter Werner Laky nicht. Seine nicht ganz ernst gemeinte Begründung: „Weil wir beide kein Geld haben.“
David, David

Im vergangenen Sommer kündigte der UFC Strem an, den Meisterschaftsbetrieb vorerst für ein Jahr auszusetzen. Insgesamt 13 Abgänge in einer Transferperiode waren zu viel für den Traditionsverein aus dem Bezirk Güssing. Bürgermeister der Gemeinde und Obmann des Vereins Bernhard Deutsch musste damals den schwierigen Schritt setzen: „Es hat nichts mit den Finanzen zu tun, aber von unserem 19-Mann-Kader haben uns 13 Leute verlassen. Ich wünsche keinem, dass er so einen Schritt setzen muss“, erklärte Deutsch damals gegenüber der BVZ.

Ein Jahr Stilllegung ist nun fast vorüber

Bei einer Stilllegung bleibt ein Verein vorerst aufrecht. Die Spieler werden verliehen und könnten, falls sich im Jahr drauf eine komplette Mannschaft findet, wieder in den Meisterschaftsbetrieb einsteigen.

Für Sektionsleiter Werner Laky gibt es aktuell keine Chance auf Fortführung: „Stand jetzt geht es nicht weiter, alles ist eingeschlafen. Es gab kurzfristig eine Initiative, aber durch die aufgetretene Corona-Pandemie hat sich alles zerschlagen.“ Vor allem die ersten Monate nach der Stilllegung hätten „sehr weh getan“, mittlerweile habe sich Laky jedoch damit abgefunden. „Corona hat das Ganze leider noch beeinflusst. Wir bräuchten noch 37 Spieler für den Kader“, erklärte Obmann Deutsch. Im Nachwuchs ist der Verein weiter aktiv. Auch die Altherrenmannschaft soll weiter bestehen und eine Neuaufstellung dieser sei für die Zeit nach der sportlichen Pause ebenfalls geplant.