SV Güssing: „Naiver Auftritt“ schwer bestraft

Erstellt am 12. August 2022 | 00:52
Lesezeit: 3 Min
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Wieder woanders. David Sauhammel (r.) wird beim GSV schön langsam der Mann für alle Positionen. Gegen Lauro Sifkovits verteidigte er als halblinker Innenverteidiger.
Foto: BVZ
Beim SV Güssing hing nach dem 1:2 in Rudersdorf der Haussegen sehr schief.
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So ist der Fußball: Waren die Kicker des SV Güssing nach dem 1:1 gegen Top-Klub Oberwart noch einer der Gewinner des Auftakts, wendete sich das sportliche Blatt innerhalb weniger Tage komplett.

Die 1:2-Niederlage beim Süd-Klassiker in Rudersdorf warf einige Fragen auf. Vollkommen unnötig gaben Roman Rasser und Kollegen das Spiel nach schneller 1:0-Führung noch aus der Hand und die Verantwortlichen zeigten sich ob des Auftretens in den zweiten 45 Minuten gefrustet. „Wir haben ihnen viel zu viel angeboten und dann auch verdient verloren“, sagte Trainer Christoph Herics, der nachschoss: „Nach knapp 50, 60 Minuten brachten wir Rudersdorf ins Spiel zurück. Wir haben uns das selber zuzuschreiben.“ Ähnlich resümierte auch Obmann Hannes Winkelbauer, der seine Elf nach dem starken Oberwart-Start schon weiter in seiner Entwicklung sah.

„Das war schon ein sehr naiver Auftritt und vor allem die Art und Weise war sehr enttäuschend. Wir hatten das Spiel komplett im Griff, schalteten dann aber ein paar Prozent runter und ließen sie so leben.“ Richtig unnötig war auch das Zulassen der vielen Rudersdorfer Standards, die dort mit etwa Fabian Wonisch oder auch Tobias Kirisits einige Spezialisten in ihren Reihen wissen. Ausgerechnet die ruhenden Bälle drehten es dann auch für die Hausherren, die so ihren ersten Landesliga-Sieg nach über 26 Jahren feiern durften. Zum Leidwesen des GSV, der nun in der Doppelrunde schwer gefordert ist. Erst kommt nämlich der FC Deutschkreutz ins Vulcolor Stadion, ehe dann Aufsteiger Andau wartet.

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Zum Haareraufen. Das 1:2 beim Süd-Klassiker in Rudersdorf war für David Garger und Kollegen komplett unnötig. In Halbzeit zwei verspielte man dabei ein 1:2.
Foto: BVZ

Der erste Gegner steht gemeinsam mit Klingenbach an der Spitze und feierte zum Start zwei Siege. Andau indes holte gegen Rudersdorf einen Punkt, ehe man dann mit 0:2 gegen eben jene Deutschkreutzer verlor. „Ich will jetzt auch keine großen Reden mehr hören, sondern das Ganze auf dem Platz sehen. Deutschkreutz war immer ein Gegner, der uns in den letzten Jahren ganz gut lag“, so Oberhaupt Winkelbauer und Coach Herics ergänzte: „Wir müssen Vollgas geben. Für mich ist Deutschkreutz aber sicher Favorit.“

Mit zumindest einem Punkt könnte man dann beruhigter ins unbekannte Andau fahren. „Der heißeste Ort Österreichs heißt es immer“, schmunzelte Trainer Herics, wohlwissend, dass es auch für den GSV nicht nur wegen der Temperaturen hitzig werden könnte. Personell war zu Wochenbeginn bei Kevin Zinkl und Fabian Huber abwarten angesagt – Linksfuß David Kossits fehlt wegen einer Sperre sicher.