SV Güssing - SV Eltendorf: „Können es kaum erwarten“. Der SV Eltendorf muss, der SV Güssing will: Am kommenden Samstag steigt ein sehr wegweisendes Nachbarschaftstreffen für den weiteren Verlauf der Burgenlandliga-Spielzeit.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 13. November 2019 (01:33)
Eingeschworener Haufen. Nach acht Niederlagen in Folge siegte der SV Güssing zuletzt in Ritzing und will jetzt in Eltendorf nachlegen.  Fotos: 
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War der SV Eltendorf nach der 14. Runde noch der große Gewinner des Spieltages – die Elf von Denis Kulovits sprang nach dem 1:0-Sieg über Ritzing gleich um drei Tabellenplätze nach oben – wendete sich das Geschehen für den SVE zum regulären Abschluss der Hinrunde am letzten Wochenende. Nach dem 0:3 beim Deutschkreutzer Herbstmeister und den Ergebnissen der Konkurrenz, war für den Sportlichen Leiter Rainer Pummer klar, dass es „total schlecht“ lief. „Es haben alle gepunktet, aber dass die Güssinger nach ihrer Niederlagenserie auch wieder einmal gewinnen würden, war irgendwie logisch.“

So ist der Druck vor dem abschließenden Derby noch größer, denn der SVE muss drei Punkte holen. Und die Verantwortlichen waren sich dem schon zu Wochenbeginn bewusst. „Alles andere wäre nicht zu akzeptieren“, sagte Pummer und Coach Kulovits ergänzte: „Das ist für uns ein absolutes Finale. Wir erinnern uns noch an die erste Runde und wollen dafür Revanche nehmen. Wir können es kaum erwarten, das wieder gut zu machen.“ Damals verloren die Eltendorfer mit 2:3, auch weil man defensiv einen Fehler zu viel machte. „Wir waren zuletzt nach unserer Umstellung insgesamt sicher stabiler, bekamen aus dem Spiel kaum mehr Gegentore und fanden zudem auch die richtige Balance. Da habe ich keine Angst“, so Kulovits, angesprochen darauf, dass die Hausherren das Spiel wohl machen müssen und im Gegenzug auch ihre Absicherung des Abwehrverbundes nicht vernachlässigen dürfen.

In der Pflicht. Nach dem 0:3 in Deutschkreutz müssen Lukas Unger und seine Eltendorfer Kollegen am Samstag den SV Güssing unbedingt bezwingen.
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Die Lage in Güssing ist derweil deutlich entspannter. Dafür sorgte der 2:1-Auswärtssieg in Ritzing, der den Glauben an die eigene Stärke zurückbrachte und die anhaltende Wintermüdigkeit beiseiteschob. In dieser Woche werde nur mehr zweimal dosiert trainiert, ehe es nach Eltendorf geht. „15 Punkte waren mein Ziel, auch wenn nach dem Lauf zu Saisonbeginn zwischenzeitlich auch 20 Zähler Thema waren, um Chancen zu haben. Das wurde geschafft. So bleiben wir 2020 sicher dabei“, so GSV-Coach Hannes Winkelbauer, der anfügte: „Wir haben jetzt nicht mehr den ganz großen Druck. Klar ist aber auch, dass das Selbstvertrauen mit dem Auswärtserfolg zurückkehrte und wir auch stark genug für einen weiteren Sieg sind.“ Ein richtiger Knaller zum Abschluss eines für beide Vereine hitzigen Herbstes, der am Samstag seinen Höhepunkt findet.

Aktuelle Infos: Die Eltendorfer schonten mit Nik Wukitsevits und Ex-GSV-Kicker David Kossits zuletzt zwei Stammspieler und sind bis auf Matthias Novak komplett. Gleiches gilt auch für den Güssinger Aufsteiger.