Weg für Olbendorferin Isabella Holpfer stimmt

Die Olbendorferin Isabella Holpfer will 2024 endgültig ins Profi-Geschäft einsteigen.

Erstellt am 24. Oktober 2021 | 02:36
Isabella Holpfer
Stets ein Lächeln auf den Lippen. Die 20-jährige Isabella Holpfer ist auf dem besten Weg in Richtung Golfprofi.
Foto: Holpfer

Seit Mitte August wird wieder gebüffelt. Da nahm die gebürtige Olbendorferin Isabella Holpfer ihr zweites Studienjahr an der „University of Georgia“ in Angriff. Viele Bücher, die von noch mehr Golf flankiert werden. Die amerikanische Uni gilt nämlich als Aushängeschild, wenn es ums berühmte Grün geht. Neben Studium ging natürlich das Golf-Training wieder los und auch die internen Qualifikationsrunden, die es schon in sich haben, starteten wieder. „Diese sind entscheidend, ob Isi zu Turnieren fahren darf oder auch nicht“, erklärt Vater Günter Holpfer der BVZ.

Noch hat die sympathische Südburgenländerin eine blütenreine Weste. Aus zehn Spielerinnen werden die fünf Besten ausgewählt. Die Quote: 100 Prozent. „Ich konnte mich im Herbst für alle vier Turniere qualifizieren“, sagt sie, die weiter auf ihr eingespieltes Team vertraut. Sportlich gelang ihr schon ein Ausrufezeichen, gewann sie vor wenigen Tagen im „Medinah Country Club“ bei Chicago im Team das Turnier.

Auch alleine lief es hervorragend, holte sie sich am Ryder Cup-Austragungsplatz von 2012 den sechsen Rang – ihre bis dato beste Einzelplatzierung. Als unheimlich solide kann man ihr jetziges Golf einordnen. Wirklich viel Verbesserungspotenzial gibt es wenig, einzig beim Putten gibt es noch etwaigen Nachholbedarf. Dann kann Großes gelingen. „Wenn am Grün die Leistung stimmt, kann sie ganz vorne mitspielen“, zeigt sich College-Coach Josh Brewer von ihrem Talent beeindruckt.

Auch ihre Rolle im Team wird immer prägender, startete sie zuletzt als teaminterne Nummer eins ins Turnier. „Das kommt nur von hartem Training. Mein Schützling ist auch regelmäßig mit mir hier in Österreich in Verbindung“, freut sich auch Schwung-Coach Nicole Gergely mit.

Sehr viel Stress und noch mehr Spaß

Im zweiten Jahr in den USA fällt vieles einfacher. Die Abläufe sind gewohnter, der permanente Quali-Druck nicht mehr ganz so präsent. „Mir macht es trotz großem Stress sehr viel Spaß hier“, lächelt Holpfer über die alltäglichen Sorgen hinweg. Es soll sich alsbald auch wirklich lohnen. „Meine angestrebte Zukunft ist es, ab 2024 Golf-Profi zu sein.“

Große Ziele im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wo sie auch College-Football begeistert verfolgt, da hält sie es mit den Georgia Bulldogs, deren Heimspiele teils unglaubliche 100.000 Zuseher verfolgen – und sie eine davon ist. Der gelungene Ausgleich zu Uni und Golf. Die College-Turniersaison geht in dieser Woche am Stanford Golfplatz in Kalifornien zu Ende.
Anfang November geht es dann nach Paris, um in Europa noch ein Turnier mitzunehmen. „Da freue ich mich riesig drauf, endlich wieder für einige Tage europäische Luft schnuppern zu können.“