Bodybuilding: „Pro-Card“ gewonnen

Für Florian Sitzwohl war Sport immer „nur“ Ausgleich. Nun geht es aber zu den Profis.

Erstellt am 17. Oktober 2021 | 02:46
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Präsentierte stolz seine Trophäen und Medaillen: Der Henndorfer Florian Sitzwohl hat sich nicht nur dem Kraftsport verschrieben.
Foto: David Marousek

Der Henndorfer Florian Sitzwohl gewann in Deutschland in seiner Klasse und sicherte sich somit eine „Pro-Card“. Er darf nun auch zu Profi-Bewerben fahren. Aber vorab erst einmal sein bisheriger Werdegang: Sitzwohl verschrieb sich dem „Natural Bodybuilding“. Hier geht es nicht nur um die Kraft, sondern mehr um Ästhetik und Proportionen der Muskeln. Vorerst war der Kraftsport für ihn als Ausgleich gedacht. „Das war vor ein paar Monaten noch so, aber jetzt habe ich schon fast kein soziales Leben mehr“, lacht der 24-Jährige. Der Südburgenländer nahm zuletzt in Perg (Oberösterreich) bei seinem erst zweiten Bewerb im leichten Schwergewicht bis 85 Kilogramm teil und gewann prompt. Das Training läuft seit acht Jahren, Vater Franz Sitzwohl war früher selbst auch begeisterter Bodybuilder.

Doch die Sportart ist für ihn nicht nur das tägliche Training, es geht um viel mehr: „Das Posen ist fast das Schwierigste“. Sitzwohl trainiert ohne „Spritzen“, deshalb auch der Name der Sportart. Die Nationale Anti-Doping Agentur Austria (NADA) führt bei ihm regelmäßige Kontrollen durch. „Man benötigt daher beim Training um einiges länger, auch um die Muskulatur aufzubauen.“ Fünfmal in der Woche wird gearbeitet, das Posen gar täglich. Am vergangenen Wochenende holte sich das Bodybuilding-Talent den Klassensieg in Deutschland und somit eine der begehrten „Pro Cards“.