Vorbereitung läuft: Dujmovits startet in neue Saison. Julia Dujmovits trainiert aktuell in der Halle auf Schnee. Alles ist dabei schon auf eine Olympia-Medaille ausgerichtet.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 27. September 2017 (01:22)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Gut gelaunt. Olympiasiegerin Julia Dujmovits hat ein klares Ziel: Sie möchte erneut Gold holen.
BVZ, zVg

Die Sulzerin Julia Dujmovits nahm vorige Woche bei einem Netzwerk-Event in New York teil. „Für mich war es eine absolute Bereicherung. Ich hatte die Ehre, einen Vortrag vor den schlauesten Köpfen aus der globalen Startup-Szene halten zu dürfen“, erzählt Julia Dujmovits.

Da drängte sich für sie schnell die Frage auf, was interessiert solche Menschen am Leben einer Südburgenländerin? „Überraschenderweise sehr viel. Ich habe über Vergangenes und Zukünftiges gesprochen und ein wenig meinen Werdegang skizziert.“ Besonders interessierten die Menschen Kontinuität, Flexibilität und Kreativität, „meine drei Wegweiser im Alltag und auf der ‚Road to Peongchang‘“.

Schwung für Schwung in den Rennmodus

Nach dem Kurzaufenthalt in den USA ging es nach Landgraaf (Holland) zum Training, denn die heiße Vorbereitungsphase der Saison rückt nun immer mehr in den Fokus der Einheiten. „Jede Möglichkeit auf Schnee zu trainieren, zählt. Beim Indoor-Schneetraining herrschen besondere Bedingungen, da spielen Flexibilität und Kreativität eine große Rolle.“

Für Dujmovits bedeutet es, einfach mutig sein und neue Dinge ausprobieren – sprich ein wenig am Setup schrauben, um sich Schwung für Schwung in den Rennmodus für die neue Saison zu versetzen. „Für die Olympische Spielen im Februar 2018 in Pyeongchang will ich den Kopf zu 100 Prozent frei haben und wissen: Ich bin bereit für dieses geniale Rennen.“ Das Ziel ist dabei klar: Olympisches Gold – für die Titelverteidigerin gibt es in dieser Hinsicht keine zweite Option.

„Manchmal überkommt auch mich die Angst“

Es ist vorab schon eine klare Entscheidung und ein klarer Weg der 30-Jährigen, wohin die Reise gehen soll – wieder auf das Podest, wieder ganz nach oben. „Olympische Spiele zu gewinnen fühlt sich an wie Fliegen. Es braucht jede Menge Vertrauen, um am Start alle beschränkten Gedanken loszulassen und in den Moment einzutauchen.“

Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele ist ein sich täglich verändernder Prozess, der am Ende zu innerer Stärke führt. „Klar, manchmal überkommt auch mich die Angst und man flippt ein wenig aus. Doch im nächsten Moment fängt man sich und findet wieder den inneren Frieden, die eigene Stärke und absolute Klarheit, ist frei von Furcht und Limitierungen. Ich freue mich auf jeden Tag, der vor mir liegt.“