Endlich wieder Derby!. Am morgigen Freitagabend lädt der SV Güssing zum ersten Südschlager der neuen Spielzeit. Der befreundete SV Oberwart ist zu Gast, was die Vorfreude nochmals steigerte.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 05. August 2021 (02:30)
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Starkes Debüt. SVO-Innenverteidiger Laszlo Sütö (r.) hatte gegen Klingenbach alles im Griff.
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GÜSSING - OBERWART; FREITAG, 19 UHR. Ob die Vorzeichen besser sein könnten? Eigentlich nicht, denn am morgigen Freitag steigt im Güssinger Stadion, welches sogar einen neuen Namen erhielt (siehe linke Seite), das erste Südderby der noch jungen Saison. Mit dabei sind dann zwei Gewinner des ersten Spieltages, denn während sich Oberwart beim 5:0-Heimauftakt gegen Klingenbach keine Blöße gab, schlug der GSV seinen Premieren-Kontrahenten aus Oberpetersdorf/Schwarzenbach klar mit 2:0. Ohne wirklichen Druck können die beiden Vereine nun aufspielen, was vor allem den Hausherren ganz gut schmeckt. Diese sehen sich in der Außenseiterrolle, was der generellen Vorfreude keinen Abbruch tat. „Für mich sind die Oberwarter definitiv ein Kandidat auf einen Top-Platz in der Liga. Dafür braucht man sich nur deren Kader ansehen und was sie von der Bank bringen können“, erklärte Güssings Sportlicher Leiter Johannes Jandrisevits, der aber auch ergänzte: „Treten wir aber wie zuletzt auf, können wir jedem Gegner in der Liga, das Leben sehr schwer machen.“

Ungemein kompakt kam die Elf von Tihamer Lukacs dort daher. Defensiv ließ man eigentlich gar nichts zu, auch weil schon ganz vorne richtig angelaufen wurde und man den Gegner weit vom eigenen Tor weghielt. „Beginnend bei den beiden Stürmern, war unsere Defensive sehr stabil“, so Jandrisevits weiter, während auch GSV-Obmann Hannes Winkelbauer nur lobende Worte fand: „Der 2:7-Test gegen Mistelbach kam zur richtigen Zeit. Dort traten wir zu spielerisch auf, was wir vielleicht irgendwann einmal als taktisches Mittel wählen können. Aktuell funktioniert das aber nicht und wir können auch nicht anders spielen.“

Beim SVO ist die Ausgangslage quasi ähnlich, zeigt man sich als erster Liga-Tabellenführer, was ein schöner Umstand, aber auch nicht mehr ist. „Wir bewerten das nicht über, aber auch nicht unter“, meinte Trainer Florian Hotwagner zur BVZ und schoss nach: „Wir brauchen in Güssing eine sehr gute Leistung.“ Der SVO-Chef war vom Güssinger Auswärtssieg derweil nicht überrascht: „Ich schätze sie schon stärker als Oberpetersdorf ein. Zudem haben sie mit Tihamer Lukacs einen Trainer, der genau weiß, wie er spielen will. Das zeigte er auch schon in Stegersbach.“ Respekt war auch bei Sportkoordinator Peter Lehner, der selbst viele Male in Güssing kickte, angesagt: „Dort ist es immer sehr schwer. Sie haben mit Michael Kulovits und Roman Rasser zwei Unterschiedsspieler. Wir müssen gut stehen und auch geduldig bleiben.“

Aktuelle Infos: Bei den Gästen waren zum Auftakt Dominik Doleschal und Thomas Kandlhofer noch nicht mit dabei – offen, ob es sich bis morgen ausgeht. In Güssing fehlt Christoph Urban sicher, bei Tobias Kossits bestand zumindest Hoffnung.