Wieviel Strem steckt noch im Süden?. Im Sommer stellte der UFC Strem seinen Betrieb ruhend. Wo kicken die UFC-Mannen jetzt? Die BVZ sah sich um.

Von David Marousek. Erstellt am 05. Dezember 2020 (00:23)
Auch in der 2. Liga Süd präsent. Strems langjähriger Angreifer Peter Deutsch, der nach dem Aus des UFC zum Nachbarn Heiligenbrunn wechselte, bewies auch eine Leistungsstufe höher sein fußballerisches Können.  
David Marousek

Der 1953 gegründete Verein musste in der vergangenen Sommerpause seine Stilllegung beschließen. Es fehlte schlussendlich einfach an der Kadergröße. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist aktuell eher unwahrscheinlich. Wohin verschlug es derweil die einheimischen Kicker, die Legionäre, aber auch den Trainer? Ein Überblick.

Trainer. Nach dem Ende des Vereins legte der letzte Chefcoach Wolfgang Kienzl eine Pause ein. „Ich bin aktuell noch im Ruhestand“, erklärte der Stremer schmunzelnd. An einer Rückkehr des Vereins glaubt der Trainer derzeit eher nicht: „Es gab noch keine Gespräche.“

Torhüter. Stammgoalie Markus Doberer zog es zur Spielgemeinschaft Gerersdorf-Sulz. Dort agiert der Schlussmann als Stammtorhüter des Vereins. Dominik Mayer zog es derweil nach Heiligenbrunn, Markus Dobler ist noch in Strem gemeldet. Dieser wurde in der vergangenen Saison „bekannt“, als er in Goberling eingetauscht wurde, es jedoch am Spielbericht eine Namensverwechslung mit Markus Doberer gab. Strem gewann das Spiel, verlor jedoch am Grünen Tisch noch mit 0:3.

Ein Abschied auf Zeit? 1953 wurde der UFC Strem aus der Taufe gehoben, ehe er im Sommer 2020 seinen Spielbetrieb einstellte. Corona, aber auch das Verlassen einiger einheimischen Kräfte, veranlasste den Vorstand zu diesem Schritt. Für immer soll das aber nicht sein. Man kämpft um den Verein, wobei derzeit vor allem im Nachwuchs- und Altherrenbereich einiges passiert. Die Erste „ruht“ derzeit weiter, aktuell sieht es auch nicht nach einem raschen Comeback des UFC aus.  
David Marousek

Verteidigung. Julian Seier und Franz Gesslbauer wechselten im Doppelpack zum Nachbarn aus Heiligenbrunn. Gesslbauer kam dort aktuell auf sechs Einsätze, Seier wartet noch auf seine ersten Spielminuten in der Kampfmannschaft. Mario Kienzl, Sohn von Trainer Wolfgang, legte seinen Spielerpass nach St. Michael. Dort kickte er schon einmal. Dominik Laky verschlug es nach Eberau, wo er in dieser Saison auf sechs Einsätze kam. Rainer Winkelbauer wechselte zum ASV Gemeinde Tobaj und hilft der Reserve.

Mittelfeld. Felix Gansfuss ist aktuell noch bei den Stremern gemeldet. Als Außenverteidiger in Welgersdorf spielte zuletzt Patrick Gober groß auf. Bis zur Unterbrechung lag sein Team auf dem zweiten Platz der 1. Klasse Süd. Kevin Gratzl hat seinen Spielerpass noch immer in Strem. Florian Laky legte diesen nach St. Michael. Auch Roman Winkelbauer, Bruder von Rainer, kickt für den ASV Gemeinde Tobaj in der Reserve.

Stürmer. Peter Deutsch, mit sieben Toren in 13 Spielen bester und (vorerst) letzter Torschütze des UFC in der Vorsaison, spielt in der 2. Liga Süd für Heiligenbrunn und traf dort schon zweimal. Auch Nico Mulzet verschlug es dorthin – vier Einsätze in der Kampfmannschaft inklusive.

Legionäre. Kristof Batorfi zog es nach vier Toren für die Stremer in Richtung Union Festenburg in die Steiermark. Auch dort war er in dieser Saison bereits viermaliger Torschütze. Patrik Bita wechselte zur Spielgemeinschaft Redlschlag, wartet jedoch noch auf sein erstes Tor. Der damalige Neuzugang Tamas Botos kam nicht mehr zum Einsatz, spielt dieser Tage jedoch in Dobersdorf. Nach einem halben Jahr Strem wechselte Marko Kanceljak wieder ins Ausland. Josip Cvilko, zuvor bereits in Mogersdorf aktiv, wechselte nach der Stilllegung nach Deutsch Goritz, nur um ein Monat später wieder ins Ausland zu gehen.