Blackbirds starten in die Finalserie. Die Jennersdorfer Mannschaft spielt ab Samstag (17 Uhr) in der „best-of-3“-Finalserie um den Titel in der 2. Basketball-Bundesliga.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 20. April 2018 (14:24)
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Sebastian Koch (r.) im letzten Duell gegen die Timberwolves im Aktivpark Güssing
Daniel Fenz

Die Timberwolves aus Wien, souveräner Grunddurchgangssieger, stehen zum bereits vierten Mal in der Endspielserie. Die Blackbirds aus Jennersdorf qualifizierten sich gleich im ersten Jahr der Ligazugehörigkeit für das Finale. Die Wiener sind daher der Favorit in der entscheidenden Serie.

Doch die beiden bisherigen Begegnungen im Grunddurchgang zeigten, dass die Truppe von Daniel Müllner – sie unterlagen einmal um drei (87:90) und einmal um sechs Punkte (67:73) –, dass sie in der Lage sind, dem Favoriten einen heißen Kampf zu liefern. Brisant ist auch, dass es im Finale zum Duell der besten Offensive (Timberwolves) und der besten Defensive (Blackbirds) der Liga kommt.

Unterschiedliche Spielstile

Die Wiener qualifizierten sich in den letzten sechs Jahren zum bereits vierten Mal für das Finale. Die jeweils topgesetzte Mannschaft konnte in den letzten fünf Jahren aber nur zweimal den Titel holten. Überhaupt zum ersten Mal konnte sich ein Team, das die „regular-season“ auf Platz sechs beendete (Blackbirds), für ein Finale qualifizieren.

Blackbirds Headcoach Daniel Müllner mit Sebastian Koch
 
Daniel Fenz

Der größte Unterschied zwischen den Finalisten liegt in ihrem Spielstil: Während die Mannschaft des gebürtigen Südburgenländers Hubert Schmidt (Timberwolves) die beste Offensive der gesamten Liga stellen, ihre durchschnittlich 90,9 Punkte aus dem Grunddurchgang in den Play-offs gar noch verbessert haben (92,8), sind die Blackbirds das beste Defense-Team der 2. Bundesliga.

Die Südburgenländer haben in der „regular-season“ 67,2 Punkte erhalten – und diesen Wert in ihren bisherigen fünf Play-off-Spielen nochmals deutlich gedrückt (62). Somit scheint der Schlüssel zum Sieg an diesen Tatsachen festzumachen. Die beiden bisherigen Saisonduelle gingen an die Wiener. Ihre Offensive war zwar nicht in Hochform, aber mit durchschnittlich 80 Punkten stark genug.

Die Blackbirds hielten beide Begegnungen lange offen, sie waren jeweils am Rebound besser, lediglich die Trefferquote der Wolves von jenseits der Dreipunktelinie konnten sie nicht kontrollieren (41% bzw. 48% trafen die „Wölfe“ vom Dreier). Beide Mannschaften können im ersten Finalspiel personell aus dem Vollen schöpfen, womit einem spannenden und hochklassigen Finalauftakt nichts im Wege steht.

Stimmen:

Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Wir freuen uns sehr auf diese Finalserie mit intensiven Spielen und tollen Fans. Die Blackbirds mögen zwar auf dem Papier Außenseiter sein, aber spätestens ihre extrem starken Leistungen in den Playoffs haben gezeigt, dass uns ein hartes Stück Arbeit bevorsteht.“

Daniel Müllner, Headcoach der Blackbirds: „In einem Finale zu stehen ist immer etwas Besonderes. Die Timberwolves sind natürlich klarer Favorit und haben eine sehr starke Saison gespielt. Wir wissen aber auch, dass wir als Team über genug Qualität verfügen, um auch gegen die Timberwolves zu gewinnen.“

Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves: „Wir haben eine großartige Saison hingelegt und es bis ins Finale geschafft, nun wollen wir das "Ding" natürlich gewinnen! Wenn wir es schaffen, spielerisch die richtigen Entscheidungen gegen die aggressive und starke Verteidigung der Blackbirds zu finden, haben wir gute Chancen!“

Manuel Jandrasits, Kapitän der Blackbirds: „Trotz klarer Rollenverteilung wollen wir den Timberwolves das Leben so schwer wie möglich machen und einen harten Fight liefern. Von unserer Seite wird fast ein perfektes Spiel nötig sein, um die Sensation zu schaffen. Dabei wird es vor allem wichtig sein den Rebound zu kontrollieren und den Gameplan 40 Minuten umzusetzen.“

Das Finale im Überblick:

Vienna D.C. Timberwolves  – Jennersdorf Blackbirds

Samstag, 21. April um 17 Uhr im T-Mobile Dome, Wien 22

Freitag, 27. April um 19.30 Uhr im Aktivpark, Güssing

Sonntag, 29. April um 17.00 Uhr im T-Mobile Dome, Wien 22 (falls notwendig)