SV Eltendorf: Kein Entscheid vor Freitag. Bei der Mitgliederversammlung des Traditionsvereins wurde die Zukunft des Klubs auf kommende Woche verschoben.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 20. Juni 2020 (09:18)
Rege Teilnahme. Am Freitagabend stand rund um das Eltendorfer Stadion die Mitgliederversammlung auf dem Programm. Diese blieb trotz sehr vieler engagierter Teilnahmer vorerst ohne wirkliches Ergebnis.
Bauer

Eines vorweg: Der SV Eltendorf lebt! Das war bei der am Freitagabend anberaumten Mitgliederversammlung ersichtlich. Knapp 70 Mitglieder fanden sich im Stadionareal ein.

Egal ob jung oder alt, sehr viele waren gekommen, um über den Status quo des 1947 gegründeten und zweimal in der höchsten Amateurklasse des Burgenlands spielenden (1987 bis 1993 und ab 2015) Vereins aufgeklärt zu werden. Dabei will und wird sich der SV Eltendorf aus der Burgenlandliga zurückziehen. Offen blieb, in welcher Form.

Vor allem einheimische Spieler fehlen

Drei Varianten standen quasi zur Auswahl, wobei eine Spielgemeinschaft mit dem SV Heiligenkreuz (2. Liga Süd) vom aktuellen Vorstand präferiert wurde. Dazu gab es noch die Möglichkeit eines Neustarts in der letzten Klasse oder auch die einer Stilllegung des Vereins.

Das Positive: Eine Stilllegung wird es nicht geben. Das wurde nach der knapp zweistündigen Versammlung, die teils hitzig verlief, beschlossen. Hitzig darum, weil sich viele interessierte, auch engagierte Mitglieder an der regen Diskussion beteiligten und sich auch konstruktiv einbrachten.

Im Gegenzug fand die angestrebte Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn nicht nur Anklang und könnte auch wackeln. Am kommenden Freitagabend, erneut um 19 Uhr im Stadion, findet nämlich eine Generalversammlung statt. Bis zu diesem Zeitpunkt muss nicht nur ein (fast) neuer Vorstand, sondern auch eine Mannschaft beisammen sein, sofern man ganz unten neu starten möchte. Das wird aufgrund der fehlenden Zeit – bis zum 30. Juni hat man wohl Zeit für die Mannschaftsnennung – und der derzeit sehr wenigen eigenen Spieler eine sehr schwierige Aufgabe.

Das wurde nämlich klargestellt: Dem jetzigen Vorstand rund um Präsident Willi Goldschmidt, der nach Obmann Harald Gaal am öftesten das Vorstands-Wort ergriff, fehlen vor allem die einheimischen Spieler, um Kampf- und Reservemannschaft zu stellen. Gibt es diese, könnte es in der letzten Klasse weitergehen. Die BVZ hält euch natürlich auf dem laufenden.