Erstellt am 17. August 2017, 09:37

von Daniel Fenz

Im Gespräch mit Meistertrainer Mike Coffin. Mike Coffin kehrt nach zwei Jahren in Wels zurück zu den Rocks. Er setzt sich große Ziele für die kommende Saison.

Ein Foto aus alten Zeiten. Mike Coffin (l.) wurde mit Mattersburg Meister. Jetzt kehrt er zu seinen Rocks zurück.  |  Archiv

Meistertrainer Mike Coffin verließ die Rocks nach sechs erfolgreichen Jahren im Mai 2015 in Richtung Wels in die Bundesliga. Jetzt kehrt er als Coach zurück, die BVZ bat ihm zum Interview.

BVZ: Nach zwei Jahren Pause wechseln Sie zurück nach Mattersburg. Warum haben Sie sich für die Rocks entschieden?

Mike Coffin: „Ich möchte eine Pause vom professionellen Coaching machen und habe mich mit meiner Familie in Wien niedergelassen. Daher kam der Entschluss, zu den Rocks zurückzukehren, zur richtigen Zeit. Es war für mich eine große Chance, dorthin zurückzukehren, wo meine Karriere begonnen hat.“

Welche Erkenntnisse ziehen Sie aus Ihrer Zeit in Wels?

Coffin: „In Oberösterreich lernte ich, wie ein Team professionell zu führen ist. Trainings in Wels waren ganz anders als die bei den Rocks in Mattersburg.“

Wo waren große Unterschiede zwischen den beiden Vereinen Mattersburg und Wels?

Coffin: „Es war alles viel professioneller und nicht so spielerisch wie bei den Rocks. Der Unterschied ist natürlich das Budget, da gibt es große Unterschiede.

Im Bezug auf den Nachwuchs ist Mattersburg dennoch ein Vorzeigemodell?

Coffin: „Sicherlich, Mattersburg steht besser da, was die Jugend betrifft. Sie kann für die Zukunft eine große Hilfe sein. Die Rocks sind familiärer, in Wels zählt das Business mehr.“

Die Entwicklung in der ABL ist ein wenig stagnierend in den letzten Jahren, wo müsste man den Hebel ansetzen, welche neuen Impulse sollten kommen?

Coffin: „Das Wachstum und die Entwicklung der Bundesliga hat sich verlangsamt. Ich denke, auch aufgrund finanzieller Aspekte. Außerdem spielen viele Österreicher in ausländischen Ligen. Das ist für sie natürlich toll, aber das hilft der Liga nicht, wenn die im Ausland tätig sind.“

Die Entwicklung in der 2. Bundesliga ist demgegenüber positiver, das Niveau der Mannschaften und damit der Liga steigt. Wie könnte sich diese Liga aber stärker als Entwicklungsliga für die ABL positionieren?

Coffin: „Ich denke, eine Forcierung der Jugend in der Bundesliga könnte die Identifizierung der Liga stärken und mehr Interesse wecken. Ich denke, der Unterschied zwischen der ersten und zweiten Bundesliga liegt auch in den finanziellen Voraussetzungen. Aber die Budgets der Teams der 2. Liga sind nicht so unterschiedlich.“

Der Fokus liegt also nicht auf einen möglichen Aufstieg in die 1. Bundesliga?

Coffin: „Nein, jetzt freue ich mich schon auf meine Aufgabe in Mattersburg. Ich möchte so rasch wie möglich mit der Arbeit beginnen, damit wir für die Saison gerüstet sind.“