Mattersburger Sportverein: Trainer-Duo steht. Der neue Mattersburger Sportverein MSV 2020 steigt in der neuen Saison in die Meisterschaft ein. Chef-Trainer: Marko Amminger. Co- und Reserve-Trainer: Michael Schranz.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. April 2021 (11:45)
Planungen im Laufen. Vorstandsvorsitzender Manfred Strodl präsentierte mit Marko Amminger (im Bild) und Michael Schranz das Trainerteam. Beide kickten in Mattersburg aktiv Fußball und sind beim MSV 2020 auch im Nachwuchsbereich tätig.
MSV 2020, MSV 2020

Der Burgenländische Fußballverband (BFV) hat den Zeitrahmen für die kommende Saison bereits abgesteckt: Am Wochenende vom 30. Juli bis 1. August wird die erste Runde über die Bühne gehen. So auch in der 2. Klasse Mitte, wobei mit dem Mattersburger Sportverein (MSV) 2020 ein neuer Klub „einsteigt“. Zur Erinnerung: Der Spielbetrieb beim SV Mattersburg wurde infolge der Commerzialbank-Pleite eingestellt.

Wenige Tage später wurde der „Mattersburger Sportverein 2020“ (kurz: MSV 2020) mit seinem Vereinsvorsitzendem Manfred Strodl aus der Taufe gehoben. Parallel dazu wurde mit den Plänen für die kommende Saison für die Kampf- und Reservemannschaft gestartet.

„Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, dass in Mattersburg wieder erfolgreich Fußball gespielt wird.“ Marko Amminger über sein MSV-Trainer-Engagement

„Vorrangiges Ziel war einmal, dass wir mit unserem neuen Verein den Mattersburger Kindern natürlich weiterhin die Möglichkeit geben, dem Fußballsport nachzueifern. Dies hat hervorragend geklappt, den Corona-Umständen entsprechend wurde den Kindern wie beim SVM die Möglichkeit geboten, weiterhin den Fußballsport zu betreiben“, so Strodl. Bereits bei der Vereinsgründung war abgesteckt, dass ab Sommer 2021 der MSV 2020 mit einer Kampf- und Reservemannschaft am Spielbetrieb des BFV teilnimmt. Schließlich brauche es auch wieder eine Perspektive im Erwachsenenbereich, wie der Klubchef klarstellt: „Nach dem Ende des SVM war es erforderlich, sehr rasch für den Mattersburger Fußball einen Neustart zu machen. Wir sehen diesen auch als Chance, um den Fußballanhängern wieder ehrlichen, bodenständigen Fußball zu bieten.“

MSV 2020

Wichtig war es auch, für den MSV 2020 ein Trainerteam zu finden, das feste Wurzeln zum Verein hat. „Mit Marko Amminger und Michael Schranz haben wir ein Duo, das nicht nur in Mattersburg Fußball gespielt hat, sondern seit vielen Jahren mit Begeisterung und auch mit Erfolg in unserem Nachwuchsbereich tätig ist.“

Als Trainer für die Kampfmannschaft wechselt Amminger somit vom SV Loipersbach, wo er bis zuletzt bei der Ersten aktiv war, aus der 1. Klasse in die 2. Klasse Mitte. Mit dem Klub aus seiner Heimatgemeinde führte er zum Saisonabbruch die Tabelle an. Zur Seite steht ihm Co-Trainer Schranz, der auch die Reservemannschaft betreuen wird. Der seit mehr als 20 Jahren in Mattersburg wohnhafte Amminger ist in Loipersbach aufgewachsen. Bereits im Nachwuchs kickte er beim SVM, wo er mit 17 Jahren unter dem viel zu früh verstorbenen Trainer Karl Rosner sein Debüt in der Regionalliga feierte. Nach einer Knieverletzung beendete er bereits mit 28 Jahren seine aktive Karriere. Seitdem ist er im Mattersburger Fußballnachwuchs tätig, von der U7 bis zur U17 betreute er sämtliche Nachwuchsteams.

„Im Projekt MSV 2020 steckt viel Potenzial“

„Der Wechsel ab der kommenden Saison zum MSV war definitiv keine leichte Entscheidung. Mit Mattersburg ist Loipersbach mein zweiter Herzensverein. Ich bin in Loipersbach Trainer geworden mit dem Ziel, dass der Verein wieder in die 2. Liga Mitte aufsteigt“, so Amminger, um die Gründe für seinen Wechsel zu erläutern: „Im Projekt ‚MSV 2020’ steckt jedoch großes Potenzial. Ich will einfach mithelfen, den Mattersburgern den Stolz und die Ehre für den Fußball wieder zurückbringen. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, dass in Mattersburg wieder erfolgreich Fußball gespielt wird. Die Leute sollen wieder gerne in das Stadion runter gehen und ehrlichen, bodenständigen Fußball sehen.“

MSV 2020

Michael Schranz wohnt in Forchtenstein, den Großteil seines Fußballer-Lebens hat er in Mattersburg verbracht. Mit 18 wechselte er von Forchtenstein zum SV Mattersburg, wo er mit einem halben Jahr Unterbrechung bis 1998 kickte. Als Nachwuchstrainer ist er seit zehn in Mattersburg tätig, als U16-Trainer hat er eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen: Aktuell ist er das fünfte Jahr Trainer der U16, davon ging lediglich ein Bewerbsspiel verloren. Die Intention von Schranz, als Co- und Reserve-Trainer beim MSV tätig zu sein? „Ich habe meine schönsten Erfolge in Mattersburg gefeiert, es ist für mich einfach eine Herzensangelegenheit. Wir sind es unseren Mattersburger Fußball-Fans schuldig, dass wir wieder etwas Neues aufbauen, da will ich auch ein Bestandteil sein.“

Die Kaderplanung schreitet indes sukzessive voran. „Der Großteil des Kaders für die Kampf- und Reservemannschaft ist bereits fixiert. In den kommenden Tagen können wir die ersten Vollzugsmeldungen verlautbaren“, so Amminger. Und auch bezüglich Standort soll es in den nächsten Wochen eine Entscheidung geben. Ziel ist nach wie vor, dass der MSV 2020 seine Spiele im Pappelstadion bestreitet.