Peter Zistler: „Auf die Art macht der SV Sigleß auch langfristig Sinn“

Erstellt am 05. Dezember 2022 | 03:49
Lesezeit: 3 Min
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Der Sigleßer Sektionsleiter Peter Zistler ist mit dem Herbst nicht restlos zufrieden, spricht aber im selben Atemzug von der Nachhaltigkeit, die für die Sigleßer Philosophie eine wichtige Bedeutung hat.
Foto: zVg
Sigleß-Sektionsleiter Peter Zistler spricht im Interview mit der BVZ über die Kampfmannschafts-Rückkehr des SVS nach einem Jahr Pause und betont dabei die klare Philosophie des Vereins, der auch in Zukunft vor allem mit einheimischen Kickern auftreten will.
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BVZ: Wie würdest du die erste Halbsaison des „neuen“ SV Sigleß aus sportlicher Sicht betrachten?

Peter Zistler: Der neunte Tabellenplatz ist natürlich nicht das, was wir uns erhofft haben. Punktemäßig hätten wir uns doch ein wenig mehr erwartet nach der Hinrunde. Bis zu Platz fünf liegt aber alles eng beisammen in der Tabelle, vielleicht schaffen wir es noch ins vordere Mittelfeld.

Würdest du aus heutiger Sicht in Sachen Kaderplanung etwas anders machen?

Zistler: Nein, die Jungs die uns zur Verfügung stehen, sind schwer in Ordnung und haben auch die nötige Qualität, davon bin ich felsenfest überzeugt. Der Mix aus vielen Einheimischen, gepaart mit jungen Kickern aus der Umgebung, passt für uns und ich denke auch für unsere Zuschauer. Auf die Art macht der SV Sigleß auch langfristig Sinn.

Wie sieht es mit dem Engagement der Funktionäre aus? Ist die Abwicklung der Heimspiele und der Trainingsbetrieb oft auch ein Problem?

Zistler: Die Abwicklung des Trainingsbetriebs ist für uns gar kein Problem. Die Anlage ist nach wie vor top. Es kam, vor allem zu Beginn, öfter vor, dass sogar über 20 Spieler bei den Trainingseinheiten waren. Am Ende, als dann die Verletztenliste auch länger wurde, wurden es natürlich weniger, aber der Trainingsbesuch war immer schwer in Ordnung. Funktionäre beziehungsweise auch Helfer kann man klarerweise nie genug haben. Da würden natürlich einige mehr nicht schaden.

Welche Ziele würdest du für die Rückrunde definieren?

Zistler: Unser Ziel für die Rückrunde ist sicher eine Rangverbesserung, und dass man vielleicht den einen oder anderen jungen Spieler auch näher an die Startelf heranführen kann. Natürlich ist das nur möglich, wenn der Spieler auch regelmäßig trainieren kommt. Nebenbei gesagt: In der Wertung der besten Mannschaft ohne Legionärsbeteiligung sind wir leider schon ein wenig zu weit hinter Antau. Das wird sich wohl nicht mehr ausgehen, die einzuholen.

Gibt es Kaderspieler, deren Entwicklung dich im Nachhinein überrascht hat, egal ob negativ oder positiv?

Zistler: Positiv haben sicher einige von unseren Spielern überrascht – Alex Pingitzer zum Beispiel, der das Ganze echt beeindruckend durchgezogen hat. Oder auch ein Daniel Hammerschmidt, der erst aus der U16 in den Erwachsenenfußball gekommen ist und den man mittlerweile ohne Bedenken in der Kampfmannschaft spielen lassen kann. Auch Sebastian Trejo hatte erstmals die Chance in einer ersten Mannschaft zu spielen und diese hat er mehr als genutzt. Er ist eigentlich von uns nicht mehr wegzudenken. Für einige ist er die Überraschung der Saison.

Im Frühjahr folgen die sportlichen Entscheidungen in der 2. Klasse Mitte. Wer sind deine persönlichen Favoriten für die beiden Aufstiegsplätze?

Zistler: Großer Favorit ist für mich Unterpullendorf, aber natürlich auch Hirm, wenn die Truppe von Bernd Leimstättner diese Form halten kann. Ich bin auch der Meinung, dass man Antau nicht abschreiben kann. Dort herrscht ein guter Teamgeist und mit Zusammenhalt ist vieles möglich, wie man weiß.