SV Antau: Aus Stürmerproblem wurde Pole Position

Erstellt am 06. November 2020 | 00:44
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0900_307302_mat45matz_gold_martin_ivansich.jpg
Andreas Gold ist mit seinen fünf Saisontoren der zweitbeste Torschütze der Antauer. Insgesamt hat der Leader der 2. Klasse Mitte 20 Treffer erzielt und die teilen sich auf acht verschiedene Akteure auf. Übrigens gehen acht Tore auf das Antauer „Gold-Konto“: Andreas (5) sowie Robert (2) und Florian Gold (1).
Foto: Martin Ivansich
Der SV Antau hatte vor dem Saisonstart im Angriff mehrere große Fragezeichen — die Antwort gab das Team selbst.
Werbung

Mit dem Punktemaximum – 21 Zähler aus sieben Spielen – wird der SV Antau überwintern. Klar ist, dass der Verein im Frühjahr an die Leistungen des Herbsts anschließen will und jetzt auch das Wort „Meistertitel“ ausspricht. Dabei war zu Beginn der Saison gar nicht zu erwarten, dass die Kicker aus der kleinen Gemeinde im Bezirk Mattersburg sportlich derart gut dastehen. Noch vor dem ersten Saisonspiel lief es holprig für den jetzigen Tabellenführer in Sachen Offensive.

Mindestziel war zuerst „nur“ ein Top-6-Platz

Dementsprechend war das Ziel nicht ganz so hoch gesetzt, auch weil man vorne vorerst ein Problem hatte. Die Top-Sechs wurden daher angepeilt.

„Wir waren uns mit einem slowakischen Stürmer einig, der dann aber, auch wegen der Corona-Situation, nie gekommen ist“, so Obmann Karl Gerdenich. Außerdem musste man auf Angreifer Marko Ilic verzichten, der unerwartet nach Neutal wechselte. So stand man praktisch ohne Goalgetter da und Trainer Viktor Hanak meinte mit einem Blick auf die Auslosung: „Aus den ersten vier Spielen ist alles drin, von null bis zwölf Punkte“, mit einem wichtigen Zusatz: „Es liegt an uns, wieviele Zähler wir holen.“

„Wir waren uns mit einem slowakischen Stürmer einig, der dann aber nie gekommen ist.“Karl Gerdenich, Obmann des SV Antau

Die Mannschaft holte zwölf und danach war auch für den Obmann klar: „Wir brauchen jetzt nicht weiter über einen Stürmer nachdenken.“ Auch drei Spiele später steht immer noch das Maximum auf der Antauer Habenseite. Logisch, dass man das Ziel nun adaptiert hat und klar kommuniziert: „Wir wollen den Titel holen, was soll man auch nach sieben Siegen aus sieben Spielen anderes sagen“, gibt sich Gerdenich selbstbewusst und fügt an: „Wenn nur die Hinrunde fertig gespielt wird, dann fehlen uns drei Punkte. Wir wollen aber in jedem Fall am Ende Meister sein.“

Goldene Offensive, souveräne Defensive

Deshalb gilt es für den SVA nun, die Form so gut es geht zu konservieren und mit ins Frühjahr zu nehmen. Das Rezept im Herbst war für den ehrgeizigen Obmann und Kapitän der Antauer vor allem: „Die Mannschaft selbst. Da hat jeder von vorne bis hinten seine Aufgabe richtig gut gemacht.“ Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht dies auch gut: Antau hat die meisten Tore (20) erzielt und die wenigsten (5) bekommen. Außerdem teilen sich die 20 Treffer bis zur Unterbrechung gleich auf acht verschiedene Torschützen auf: „Da hat einfach die ganze Mannschaft gemeinsam den Goalgetter ersetzt“, so Gerdenich über seine Teamkollegen. Gut für die Antauer, die mit dem Offensivproblem eben auf ihre Weise umgingen und damit längst gar keines mehr haben.